Rock-Circuz

Review: Electric Swan – Swirl In Gravity

Großartiger, mit weiblicher Stimme ausgestatteter Seventies-Blues-Rock.

Wie schön, dass es das italienische Label Black Widow gibt, wo es zwar nicht viele Veröffentlichungen im Jahr gibt, dafür aber nur ausgezeichnete. Dazu zählen darf sich hier auch das zweite Baby von Gitarrist Lucio Calegari ELECTRIC SWAN. Seine Hauptband WICKED MINDS liegt gerade auf Eis und so liegt das Augenmerk auf der supercoolen Retro-Band mit der wunderbaren Monica Sardella am Gesang, welche dem aktuellen Album „Swirl In Gravity“ ihren Stempel mehr als nur aufdrückt.

Trockene Drums, wie aktuell bei den RIVAL SONS gehört, Schweine-Orgel, griffige Riffs und ein schöner Siebziger-Sound sind nicht nur das Markenzeichen des eingängigen Openers und gleichzeitigen Titeltracks, stattdessen ziehen sich diese Trademarks durchs gesamte Album. Hinzu kommt, wie schon angedeutet, der phänomenale Gesang von Monica Sardella. Weiter geht es mit dem noch mehr in den Siebzigern verwurzelten ‚Lonely Skies‘. Hier kommt es zum Ende hin fast schon zu einer Session mit fetter Orgel und treibendem Bass. Das ruhige und schön bluesige ‚Wicked Flower‘ zählt genauso zu den mit Highlights gespicktem Werk, wie das scheppernde und an LED ZEPPELIN erinnernde ‚Ride On Another Sun‘. Der Höhepunkt des obergenialen Longplayers ist das dann fast schon doomige ‚Garden Of Burning Trees‘ mit seiner dunklen Psycho-Gitarre. Der über achtminütige Track hat eine entspannte Atmosphäre, eindringliche Vocals, fetzige Drums und coole Orgelklänge, welche von einem Saxophon überrascht werden – Fantastico!

Wer nicht sowieso schon das gesamte Programm von Black Widow im heimischen Regal stehen hat, sollte sich als bekennender Retro-Fan unbedingt dieses Meisterwerk in Sachen Psychedelic Blues zulegen. Hier passt einfach alles: nach LED ZEPPELIN klingende Drums treffen auf an JANIS JOPLIN angelehnte Vocals und das Ganze im besten Siebziger-Gewand.

Black Widow Records

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