Rock-Circuz

Review: Blodet – Death Mother

Leider hatte man die Schweden BLODET nie so richtig auf dem Schirm, dabei gibt es die Band schon seit 2014. Nun ist ihr drittes Album erschienen und bietet uns 40 Minuten lang atmosphärischen Post-Doom, mit zarten Vocals von Sängerin Hilda Heller. Ich werde hier jetzt keinen Track besonders herausheben, denn die fünf Songs sind allesamt großes Kino und wer auf A.A. Williams, Emma Ruth Rundle oder auch auf die italienische Truppe Messa steht, kann sich den neuen Longplayer von BLODET bedenkenlos ins Regal stellen.

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Review: Rival Sons – Darkfighter

Vier Jahre nach ihrem letzen Album sind die Kalifornier mit ihrem neuen Werk “DARKFIGHTER” zurück. Wer auf die RIVAL SONS steht, weiß was ihm erwartet und dies trifft auch diesmal eindrucksvoll zu. Die Band liefert mal wieder besten Classic Rock ab. Sei es der leicht fuzzige Opener ‚Mirrors‘, der lässige Rocker ‚Bird In The Hand‘ (toller Ohrwurm mit coolem Banjo-Einsatz), das bluesige ‚Bright Light‘, ein herrlich knarziges ‚Rapture‘ (großartiger Chorus), daß heavy fuzzige ‚Guillotine‘ (wundervoller Guitar Sound) oder der beeindruckende und zugleich abschließende Titeltrack (grandioses Spiel zwischen laut und leise – oberamtlich). Die Truppe zieht in den 40 Minuten mal wieder alles Register und wie immer, ist der Sound einfach nur phänomenal, alles klingt so old school wie aus den Siebzigern und dabei besonders nach Led Zeppelin, aber auch gleichzeitig wieder frisch und modern – einfach nur unfassbar gut und beeindruckend.

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Review: Wytch Hazel – IV: Sacrament

Im Vorfelde dieser Veröffentlichung konnte man sich nur die Frage stellen, ob WYTCH HAZEL aus England ihren großartigen Vorgänger tatsächlich noch toppen können. Ihr neues Werk „IV: SACRAMENT“ startet mit den beiden überragenden Midtempo-Knallern ‚The Fire´s Control‘ und ‚Angel Of Light‘ – die Twin-Gitarren (like THIN LIZZY) sind phänomenal und einfach nicht von dieser Welt. Weiter geht es mit dem leicht melancholischen ‚Deliver Us‘ (einfach nur toll – was für unfassbar melodische Gitarren). Dann zieht ‚A Thousand Years‘ wieder etwas das Tempo an. Bevor ‚Digging Deeper‘ für einen famosen Abschluß sorgt, kann man sich mit dem wunderschön-akustischen (was für eine herrliche Atmosphäre) ‚Future Is Gold‘ noch kurz mal ins Traumland begeben. Es fällt mir wirklich schwer zu sagen, ob WYTCH HAZEL es tatsächlich geschafft haben, ihren tollen Vorgänger noch zu toppen, was eigentlich auch egal ist, denn beide Alben sind absolut grandios.

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Review: Motorpsycho – Yay!

Auf ihrem neuen Longplayer “YAY!”, überraschen uns die fast schon göttlichen MOTORPSYCHO mit sehr ruhigen, melancholischen Klängen. Die Norweger hauen diesmal keine Prog-Granate raus, sondern klingen eher wie schon auf ihren Alben “PHANEROTHYME” und “IT`S A LOVE CULT”, wo man viel auf akustische Instrumente setzte und alles sehr nach den Siebizigern klang. Besonders Tracks wie ‚Dark State‘ (wundervoll – erinnert an Crosby Stills Nash & Young), das so herzliche ‚Sentinels‘, das leicht psychedelische ‚Patterns‘ oder das grandiose ‚Hotel Daedalus‘ (mein Gott, was für eine überwältigende Gitarrenarbeit). Kurz und gut: wer MOTORPSYCHO feiert, wird auch “YAY!” zelebrieren.

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Review: Little Pig – Little Pig

Jaaaa, LITTLE PIG katapultieren einen mit ihrem gleichnamigen Debüt zurück in die 90er und dort speziell in die goldene Grunge-Ära. Schon gleich die ersten beiden Tracks, ’27‘ und ‚Cameo‘ sind der absolute Oberhammer, wenn man auf Grunge steht. Groovig, rockig, melodisch und vor allem, die tollen mehrstimmigen Refrains – ganz großes Kino Jungs. Auch der Rest der acht Nummern rockt gewaltig, verfügt über die typischen Grunge-Trademarks und es könnte vielleicht der Anfang der nächsten Grunge-Welle sein – ich würde es mehr als nur begrüßen. So, jetzt heisst es, unterstützt die Band, damit die Italiener nicht im Veröffentlichungswahn untergehen, denn dafür ist “Little Pig” einfach zu toll.

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Review: Westing – Future

 

Wer, wie ich, Slow Season aus Kalifornien mit ihren drei Alben abgefeiert hatte, wird sich auch bei WESTING alle zehn Finger lecken, denn WESTING besteht zu ¾ aus Slow Season plus Ben McLeod von den coolen All Them Witches. Oh mein Gott, ich liebe den Drum-Sound, wie er früher nur von Led Zeppelin zu hören war und heute nur die Rival Sons grandios hinbekommen. Led Zeppelin sind es dann auch, vor denen die Jungs hier ihren Hut ziehen. Alleine das tolle ‚Big Trouble (In The City Of Love)‘ ist der Knaller und klingt so unfassbar nah nach ‚The Ocean‘ vom Album-Klassiker „Houses Of The Holy“. Aber auch Songs wie der herrliche Opener ‚Back In The Twenties‘, das fuzzig-bluesige ‚Nothing New‘ (zum Niederknien) oder das wunderschön-entspannte ‚Artemisia Coming Down‘ machen „Future“ zu einem unverzichtbaren Classic-Rock Werk. Wie eingangs schon erwähnt, wer Slow Season geliebt hatte, wird auch WESTING ins heimische Regal stellen müssen.

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Review: The Temple – Of Solitude Triumphant

Eine Band die leider völlig unterbewertet ist, sind THE TEMPLE aus Griechenland. Nach ihrem tollen Debüt „Forevermourn“ 2016, von welchem man ungerechter Weise kaum Notiz genommen hat, sind die Epic-Doomer nun zurück und erfreuen uns mit ihrem zweiten Werk „Of Solitude Triumphant“. Nach einem Intro geht es mit ‚The Foundations‘ dann auch gleich über 10 Minuten in die Vollen – herrlicher Epic-Doom. Natürlich klingt das nicht neu, wobei die Gitarre schon einen Black Metal-Einschlag hat, aber das erwartet man von den Griechen ja auch überhaupt nicht. Coole Twin-Gitarren, leicht bombastische Chöre und eine entspannte Atmosphäre sind hier an der Tagesordnung und zündet man sich dazu noch ein paar Kerzen an, kann es gemütlicher kaum sein. Ein Auftritt der Truppe in einer Kirche wäre sicherlich absolut passend und auch klanglich ein Erlebnis. Sollte ich einen Track herausheben müssen, würde ich mich für das wundervoll inszinierte ‚A White Flame For The Fear Of Death‘ entscheiden. Bleibt zu hoffen, daß diese Veröffentlichung nicht wieder so unbeachtet untergeht, wie es dem Vorgänger schon widerfahren ist, denn so was haben die Griechen nun überhaupt nicht verdient.

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Review: Mag – Mag II Pod Krwawym Ksi​ę​ż​ycem

Die Polen MAG kannte ich bis zu dieser Veröffentlichung noch nicht, bin aber froh jetzt über “MAG II” gestolpert zu sein. Mein Gott, was haben die Jungs hier für einen mörderischen Gitarren-Sound am Start. Ihr leicht sludgegiger Doom mit klaren Vocals (Texte sind auf polnisch) kommt sehr druckvoll aus den Boxen, hat, trotz aller Härte, aber auch immer wieder schöne atmosphärische Momente. Über 40 Minuten inklusive kurzem Intro, blasen MAG einen förmlich um. Checkt unbedingt ‚W TYM DOMU WSZYSTKO BYLO STARE‘ und ihr wisst wovon ich spreche. Wer nicht unbedingt englische Texte braucht, sollte die coolen Polen unbedingt auf dem Zettel haben.

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Review: Witchfinder – Forgotten Mansion

Wer auf eine drückende Fuzz-Wand inklusive clean psych Vocals steht, dazu aber auch coole Chorus-Harmonien nicht ungern hört, der sollte an dem neuen Werk von WITCHFINDER seine helle Freude haben. Die fünf Tracks auf „Forgotten Mansion“ starten mit dem fetten ‚Approaching‘, welches musikalisch etwas an Electric Wizard erinnert, vom Gesang aber sehr harmonisch in Richtung Uncle Acid And The Deadbeats geht. Mit dem tollen ‚Lucid Forest‘ ist man gesanglich wieder bei den Engländern, musikalisch aber, aufgrund der Orgel-Klänge, dann doch eher bei Type O Negative zu finden. Alle fünf Tracks auf „Forgotten Mansion“ klingen zwar sehr ähnlich, sind dann aber doch schon verschieden, auch wenn man kaum weg vom atmosphärischem Doom kommt, der aber beeindruckend dargeboten wird. Für diese 37 Minuten lohnt es dich den Kopfhörer aufzusetzen, um die ganze Intensität der Songs zu spüren.

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Review: Orango – Mohican

Es hat diesmal etwas länger gedauert, aber das Warten hat sich absolut gelohnt. Meine Harmonie-Könige aus Oslo haben sich vier Jahre Zeit gelassen, aber ORANGO haben mit „Mohican“ einen richtig tollen Longplayer veröffentlicht. Wer die Norweger, mit ihren herrlich-süßen Melodien und vor allem den so wundervollen Vocal-Hamonies schätzt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Hört euch nur mal das so liebevolle ‚Cold Wind‘ an, welches mal wieder an die großartigen Crosby, Stills, Nash & Young erinnert und zum träumen einlädt. Dazu gesellt sich das genau so beängstigend-schöne ‚Hawkeye In Love‘. Bei aller Schönheit, hat die Band das Rocken aber auch nicht vergessen und das straighte ‚Bring You Back Home‘, ‚The Creek‘ oder das leicht groovige ‚War Camp‘ beweisen dies eindrucksvoll. Mit „Mohican“ hat die Truppe aus Norwegen das nächste gute Album abgeliefert. Mit gefällt persönlich immer noch „Battles“ (2014) am besten, aber diese coole Band hat bisher noch nicht ein schlechtest Werk abgeliefert und ich hoffe, daß dies auch so bleiben wird.

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