Rock-Circuz

Review: Prisma Circus – Reminiscences

Prisma Circus

Mit PRISMA CIRCUS verschlägt es uns nach Barcelona. Waren die vier Nummern ihrer ersten EP 2012 schon ein gefundenes Fressen für alle Psychedelic/Blues-Freaks, so ist auch ihr aktueller Longplayer „Reminiscences“ ein Fest für alle Krautrock-Liebhaber. Hier wird gejamt, die Gitarre wird gegnidelt bis sie qualmt, trotzdem übertreiben es die Spanier nie. Die Songs sind nie länger als sieben Minuten, haben richtig viel Drive und die Spielfreude springt einem förmlich aus den CD-Player oder Plattenteller an. Hier geht es nicht um Hits, sondern um die Liebe zur Musik. Die Jungs haben noch richtig Lust sich den Hintern aufzureissen. Auch wenn dies nicht immer sehr eingängig klingt, so verliert man nie den Faden und findet trotz aller Gitarren-Orgien immer wieder in die Spur. Um das großartige Cover-Artworl richtig genießen zu können, muss natürlich das Vinyl her. Also, auf ins Netz um sich diesen heissen Stoff für euren Plattenteller zu ordern.

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Review: Doctor Cyclops – Oscuropasso

Doctor Cyclops

Nach dem schon sehr gutem „Borgofondo“, haben die Italiener DOCTOR CYCLOPS mit „Oscuropasso“ nun ihren Nachfolger im Kasten. Die fünf Songs bringen es auf eine Laufzeit von etwas mehr als 45 Minuten und sind, wie auch schon auf dem Vorgänger, nicht immer sehr eingängig. Ihr psychedelischer Hardrock hat wie immer ganz viel Doom mit an Board und über allem schwebt eine megafette Vintage-Wolke. Besonders hervorzuheben ist das zeitweise leicht jazzige ‚The Monk‘, welches sich zuerst aufmacht eine echte Doom-Macht zu werden, dann aber, mit Unterstützung einer sehr coolen Orgel, richtig die Gänge kommt. Auch der drückende Bass und die mächtigen Riffs von ‚Waterfalls‘ kommen beeindruckend daher. Ich hoffe, daß DOCTOR CYCLOPS mit ihrem doch etwas leichter zugänglichen neuen Werk die verdiente Anerkennung bekommen. Wer auf Bands wie SIR LORD BALTIMORE oder LEAF HOUND kommt an „Oscuropasso“ sowieso nicht vorbei.

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Review: Kalamahara – Chthonic Beast

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Yeah! It´s Rock n Roll Baby! So ungefähr würde die Kurz-Rezi lauten. Das Debüt von KALAMAHARA landete quasi noch warm auf meinem Tisch, denn das Album der Leipziger ist gerade erst raus. Die Bandmitglieder turnen noch nicht allzu lange miteinander und wenn man dies berücksichtigt, ist es sehr erstaunlich, was die Jungs hier mit „Chthonic Beast“ für ein guten Longplayer abgeliefert haben. Da ich in letzter Zeit ziemlich oft das aktuelle Album von THE ANSWER in der Mangel hatte, geht die Gitarre vom Opener ‚Juice Lucy‘ dann auch gleich richtig gut rein. Die Nummer hat ordentlich Drive, macht ein wenig auf dicke Hose und der etwas durchwachsene KISS-Refrain schadet auch nicht. Es folgen weitere 36 Minuten mit coolem Classic Hardrock, etwas Stoner und die Siebziger dürfen es auch gerne mal sein. Dabei ist die erste Single ‚The Urgency‘ der absolute Höhepunkt und sollte QOTSA-Fans genau so erfreuen, wie Freunde von LED ZEPPELIN und FREE. Letztere werden sich auch über das sich steigernde ‚Last Night‘ erfreuen und beim sensationellen, mit großartigen Twin-Gitarren ausgestattetem ‚You Gotha Know‘ (THIN LIZZY lassen mehr als nur grüßen) abfeiernd durch die Bude hüpfen. KALAMAHARA muss man unbedingt im Auge behalten, denn in der Band aus Leipzig steckt richtig Potenzial – ich freue mich schon auf das Zweitwerk! Wer das schöne Digi-Pack ordern will, sollte eine der u.a. Links checken.

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Review: Elevators To The Grateful Sky

ETTGS

Normalerweise kommen Bands, die auf Transubstans Records untergekommen sind, überwiegend aus Schweden. Diesmal aber verschlägt es uns nach Italien. Die aus Palermo stammende Truppe, mit dem, wie ich finde, sehr originellem Bandnamen, hat zudem noch ein ganz heißes Eisen im Feuer und schielt zurecht in Richtung Top-Plazierung für die anstehenden Jahres-Charts 2013. Die Sizilianer präsentieren uns in den knappen 44 Minuten des gleichnamigen Longplayers eine großartige Mischung aus Stoner, Blues, Rock, mit einer immer wieder auftretenden psychedelischen Note. Angefangen beim oberamtlichen Opener ‚Ridernaut‘ (slow; fett riffig; dunkler, leicht staubiger KYUSS-Sound), über flotte, fast schon punkige Stoner-Rocker wie ‚Red Mud‘ und ‚Sirocco‘ bis zur abschließenden Psychedelic/Doom-Nummer ‚Stone Wall‘, zieht die Band alle Register und sollte alle überzeugen können, die mit den oben angesprochenen Genre was anfangen können – wieder mal ein Highlight auf dem überragenden Label.

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Review: Black Skies – Circadian Meditations

Black Skies

Für mich bis dato noch sehr unbekannt kommen BLACK SKIES aus North Carolina daher. Das Trio um Sängerin und Bassistin Michelle Temple hat mit „Circadian Meditations“ ihr zweites Werk im Kasten und gleich der über 10minütige Opener ‚Lifeblood‘ weist dem Zuhörer den Weg – Psychedelic Rock mit schleppenden Rhythmus und leicht klirrenden Sound. Hervorragend abgespacete Nummern wie ‚Celestial Coronation‘ und ‚Time Lord‘, treffen auf doomiges Zeugs wie das schön ruhige ‚The Dawn‘ und dem anfangs leicht folkloristischem ‚The Dusk / Invisible Figures‘. Vergleiche hinken ja oftmals und deshalb sei auch nur Ansatzweise KYLESA erwähnt. Cooler psychedelischer Stoff für Fans – unbedingt antesten!!!

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Review: Sons Of Huns – Banishment Ritual

Cover Art

Nachdem ich euch hier schon die genialen BLACK PRISM empfohlen habe, hat das supercoole und aufstrebende Label EasyRider Records eine weitere heiße Truppe am Start. Diesmal geht es nach Portland wo die SONS OF HUNS sitzen. Diese Stoner-Band lässt es auf ihrem Debüt „Banishment Ritual“ an allen Ecken und Kanten scheppern und klingt dabei immer etwas spacig (wenn man sich mal den Star Wars-Schriftzug auf dem Cover anguckt). In den knapp 40 Minuten wird fett gerockt mit mächtigen Riffs und viel Spielfreude. Die SONS OF HUNS arbeiten sich den Arsch ab, ein Riff jagt das nächste, es werden keine Gefangenen gemacht und oftmals erinnern mich die Jungs an RED FANG. Wer auf leicht abgespacete, dreckige, aber nicht unmelodisch Riffs steht, diese verpackt in mächtig nach vorne gehende Nummern, welche kaum Luft zum Atmen lassen, dann sind die SUNS OF HUNS genau das Richtige für euch. Besucht den EasyRider-Shop und schaut euch die wunderbare Vinyl-Ausgabe des Albums an – dieses geniale Cover kann an sich eigentlich nur als Vinyl in die Sammlung stellen.

EasyRider Records

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Review: Ancient Warlocks – Ancient Warlocks

Ancient Warlocks

 

Lange hat es gedauert, aber nun ist endlich das erste Album der Band aus Seattle erschienen. ANCIENT WARLOCKS präsentieren uns auf ihrem gleichnamigen Werk eine unglaubliche Mischung aus Stoner, Doom, Fuzz mit einer Prise Psychedelisch-Blues. Alleine schon die Riffs zu Beginn des Openers ‚Into The Night‘ killen einem. Es folgen das eher doomige ‚Lion Storm‘, das flott-rockige ‚Sweet´s Too Slow‘ und das coole ‚Cactus Wine‘, welches mich etwas an CLUTCH erinnert – superklasse. So, nachdem wir die erste Hälfte der Songs rum haben, geht es mit BLACK SABBATH in die zweite Runde, denn ‚Super Wizard‘ klingt sehr nach den Urvätern. Nach den beiden flotten Nummern ‚White Dwarf‘ und ‚Killer´s Moon‘ darf man sich dann mit ‚Sorcerer´s Magician‘ auf den krönenden Abschluss freuen. Der mit knapp sechs Minuten längste Track des Albums ist auch gleichzeitig der Höhepunkt. In wundervoll entspannt doomiger Atmosphäre treffen leicht zähflüssige Lava-Riffs auf sich steigernde, rockende Stoner-Riffs – that kills me!!! So und nun ab auf Lay Bare Recordings um das Vinyl zu shoppen und natürlich das coole Label zu unterstützen.

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Review: Horisont – Time Warriors

Horisont-TimeWarriors

Wir befinden uns mal wieder in Schweden, wo die coolen HORISONT ihren mittlerweile dritten Longplayer am Start haben. Hatte ich 2012, zwei Jahre nach ihrem sensationellem Debüt „Tva Sidor Av Horisonten“, noch sehnsüchtig auf das zweite Album „Second Aussault“ gewartet, hat es diesmal nicht ganz so lange gedauert. Wie schon bei den Vorgängern, so wird man auch mit dem neuen Werk „Time Warriors“ in die glorreichen Siebziger zurückkatapultiert. Wiederrum hat man zwar das fast unschlagbare Debüt nicht toppen können, aber Songs wie der melodische Opener ‚Writing On The Wall‘, flotte Tracks wie ‚Backstreet‘, ‚She Cried Wolf‘ und ‚Brother‘ sind allesamt Nummern mit ordentlich Drive, viel Melodie und eine Menge Gitarrenorgien. Mit den beiden Songs ‚Ain´t No Turning Back‘ und ‚Eyes Of The Father‘ fliest noch etwas 80er-Flair mit ein und ‚Dodsdans‘ erinnert mit seinem bluesigen Touch dann doch eher an das Debüt. Wer mit dem ersten beiden Releases der Schweden was anfangen konnte, wird auch das dritte Album lieb gewinnen. Für Retro-Fans mal wieder ein MUSS und ich bin mal gespannt, wie lange diese Welle noch anhalten wird.

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Review: Old Man´s Will – Old Man´s Will

Old Mans Will

Oh mein Gott. Wie ich die ganzen Vintage-Band´s aus Schweden liebe. Vor allem das coole Label Transubstans Records hat da ein goldenes Händchen und gräbt fast schon jeden Monat eine neue Sensation in Sachen 70´s-Rock aus. Aktuell haben wir es mit OLD MAN´S WILL zu tun, die ganz klar im Fahrwasser von GRAVYARD schippern, aber wesentlich bluesiger klingen. Famos ist einfach die beschwingte Leichtigkeit mit der die neuen Bands und vor allem OLD MAN`S WILL auftreten. Gleich die ersten beiden Nummern ‚Ellington‘ und ‚The Cauldron‘ gehen flott nach vorne los, erstrahlen durch eine enorme Lässigkeit und zwingen einen förmlich, ganz besonders wenn man sich im Auto befindet, die Anlage etwas mehr aufzudrehen. Songs wie das slow-bluesige ‚Smidesvals‘ (ATOMIC ROOSTER lassen grüßen), die sehr eingängige erste Single ‚Evil Woman‘ (fantastisch) oder das leicht vertrackte aber total geniale ‚An Annobling Evening‘ (Seventies-Killer der einen nicht still sitzen lässt) sind allesamt Nummern, die unheimlichen Spass versprühen und eine ungeheure Spielfreude und Geilheit der Musiker rüberbringen – die Jungs sind noch richtig hungrig darauf Musik zu arbeiten und kommen auch dementsprechend authentisch rüber. Das gleichnamige Album klingt mit dem überwiegend ruhigem ‚ALidhem‘ schön entspannt und atmosphärisch aus. Hier kann man als Anhänger dieses Genres bedenkenlos zugreifen und dafür muss man nicht einmal ins Album reingehört haben. Vertraut mir blind, ihr werdet es nicht bereuen. Noch mehr Spaß hat man natürlich mit dem Vinyl, welches es auch in limitierter weißer Farbe ab sofort zu ordern gibt.

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Review: Mountain Witch – Cold River

Mountain Witch

Was ich bei den coolen PhonoOne schon angedeutet habe, findet in Mountain Witch seinen bisherigen Höhepunkt. Nach Bands wie KADAVAR, HEAT und PhonoOne, haut abermals Berlin den nächsten Hammer raus. MOUNTAIN WITCH sind zwar nicht ganz neu und konnten schon mit ihrem Debüt überzeugen, aber was die Jungs hier auf ihrem aktuellen Longplayer „Cold River“ zünden ist der Oberhammer. Fans von 70´s-Stuff, ganz besonders BLACK SABBATH, Stoner Rock und Bands wie PENTAGRAM, werden ihre helle Freude haben. Ein Killer-Riff jagt das nächste und alles hübsch in etwas Occult-Atmosphäre verpackt. Die neun Songs bringen es auf eine Spielzeit von knapp 43 Minuten, wobei mit ‚Black Night‘ die einzige nicht selbstkomponierte Nummer ist. Ansonsten hat das Album nur Highlights zu bieten. Uptempo-Tracks wie ‚Snake Wand‘ und ‚The Covey‘ mit ihren Monster-Riffs, gepaart mit lässigen Wüsten-Songs wie ‚Shrubbery The Warlock‘ und ‚Sleepers Chant‘, umhüllt von Doomern wie ‚Ancient Light‘ (Lava Riffs), ‚School Of Night‘ (Psychedelic) und ‚Cold River‘ (wundervolle Atmosphäre), ergeben ein Werk, welches in seinem Genre kaum ein Album fürchten muss und hoffentlich genauso bombastisch durchstarten wird, wie ihre Berliner Kollegen KADAVAR. Dank dieses Albums werde ich meine Jahres-Charts noch mal gründlich überdenken, aber für so heisse Eisen wie „Cold River“ macht man das sehr gerne. Für Vinyl-Freaks gibt es aktuell eine kleine Auflage in „schwarz“ und eine auf 100 Exemplare limiterte Auflage, welche sehr fix ausverkauft war. Also, ranhalten, denn das Album amcht sich garantiert sehr schön im Vinyl-Regal !!!

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