Rock-Circuz

Review / Try Out: Zach Williams And The Reformation

 

Southern-Rock in seiner pursten Form.

Nun ist etwas mehr als ein Jahr vergangen, seit dem das großartige Debüt der Southern-Rocker ZACH WILLIAMS AND THE REFORMATION erschienen ist. Erinnerungen an die 70er und an Bands wie FREE, LED ZEPPELIN, ALLMAN BROTHERS oder LYNYRD SKYNYRD wurden wach. Doch leider ist dieser Longplayer, wie so viele weitere Veröffentlichungen aus diesem Genre, bei uns völlig untergegangen. Nun steht die Band aus Arkansas mit ihrem Zweitwerk „A Southern Offering“ in den Startlöchern und man kann nur hoffen, dass diese Release diesmal aber stärker unterstützt wird.

ZACH WILLIAMS AND THE REFORMATION machen auch auf ihrem neuen Album alles richtig. Das Werk beginn mit dem straighten und relativ hartem Ohrwurm-Rocker ‚Gravy Train‘, welcher live ziemlich abgehen sollte – ein Titel zum Aufdrehen. Auch das folgende, eine typische Southern-Nummer, ‚Mason Jar‘ lässt keine Wünsche offen. Die allesamt ruhigen ‚Fool´s Moon‘, ‚Moving On‘ und ‚Picture Perfect‘ sind vielleicht etwas zuviel des Guten, aber dafür sorgt das rockende ‚The Fix‘ wieder für etwas Tempo, bevor es mit ‚Motels And Highways‘ (coole Orgel) dann erneut sehr ruhig wird. Wie der Name schon sagt, rockt ‚Rock ‚N‘ Roll Me‘ dann auch entsprechend und auch ‚Wishing Well‘ (nein, nicht von FREE) spart nicht mit coolen Riffs. Den Abschluss bildet dann die Lagerfeuer-Nummer ‚Sky Full Of Treasures‘.

Gegenüber dem Vorgänger ist „A Southern Offering“ sicherlich etwas zu ruhig ausgefallen, hat aber immer noch die Klasse diverse Veröffentlichungen des Genres zu toppen. Wer auf Southern-Rock steht, kommt an diesem Album auf alle Fälle nicht vorbei und ich hoffe und zähle auf die Unterstützung.

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Review / Try Out: Dirty York

Australische Rocker auf den Spuren der Black Crowes.

Oh yeah, schon wieder Australien. Erst flattert einem das großartige Album von TRACER auf den Tisch und nun hat sich die Booking Agency Teenage Head Music der obercoolen DIRTY YORK angenommen. Dass sich endlich mal jemand um genau diese Band kümmert wurde aber auch mal Zeit, denn deren zweites Album „Say Goodbye To Diamonds“ ist nun schon seit letztem Jahr in Australien als Download bzw. auf deren Konzerten als Original-CD verfügbar, aber nur wenige haben das so richtig mitbekommen. Nun hoffen wir mal, dass Teenage Head Music, welche die Band auch 2012 nach Europa holen wird, den erhofften Erfolg damit haben wird.

Eigentlich ist diese Review eine einfache Sache, denn wer auf die BLACK CROWES, die FACES oder die ROLLING STONES steht und auch gerne mal JEFF BECKS „Truth“ auflegt, wird von DIRTY YORK begeistert sein – souliger Rock N Roll mit warmen Melodien, großartigen Refrains und jeder Menge fantastischer Riffs. Deshalb seien hier auch nur ein paar Nummern wie die obergeniale ‚Stop The Rumours‘ (welch ein Refrain!!) oder die schmusige ‚Foolish Side‘ (gefühlvoll und dezent instrumentiert) erwähnt. Natürlich darf man den mit bestechender Slide-Gitarre ausgestatteten Opener „Born With A Broken Heart“ nicht vergessen und auch das Stones-typische „Spin The Miracle Dice“ könnte cooler nicht sein. DIRTY YORK von Down Under machen unheimlichen Spaß und ich bin froh, dass sich, wenn auch zu etwas zu spät, endlich jemand um diese geniale Band kümmert. Also: Die BLACK CROWES sind erst mal Geschichte und wer noch keinen so richtigen Nachfolger gefunden hat, sollte sich mal mit „Say Goodbye To Diamonds“ beschäftigen, denn die Jungs huldigen dem Rock N Roll in einer so beeindruckenden Art und Weise, dass es fast schon unheimlich ist.

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Review: Tracer – Spaces In Between

The Next Big Thing in Sachen Rock aus Australien ?

Ja wie ist das schön. Da freut man sich Monate auf ein bestimmtes Album und wird dann, wie so oft in letzter Zeit, nicht enttäuscht. TRACER aus Australien legen nach der 3-Track-CD „Into The Night“ und dem Mini-Album „L.A.?“, mit „The Spaces In Between“ ihren ersten Longplayer vor. Man kann nur zur Vorsicht raten, denn hier wird mächtig gerockt!!

Die erste Auskopplung und Opener des Werkes mit dem dazugehörigen Video hört auf ‚Too Much‘ und knallt druckvoll rockend aus den Boxen. Die Uptempo-Nummer mit ihrem eingängigen Refrain lässt niemanden still sitzen, es sei denn, man hat mit Rock überhaupt nichts am Hut. Als Referenz sei hier schon mal WOLFMOTHER erwähnt. Auch das folgende ‚Push‘ nimmt keine Rücksicht auf Verluste und präsentiert sich in bestechender Retro-Manier. Pause ist für die Jungs ein Fremdwort, denn das wieder sehr eingängig abgehende „Walk Alone“ mit den trockenen Drums lädt genau so wie die voherigen Songs zum Nicken ein. Wer auf QUEENS OF THE STONE AGE oder den EAGLES OF DEATH METAL steht wird seine helle Freude am straighten ‚Devil Ride‘ haben. Wer es aber lieber in Richtung WOLFMOTHER oder VIRGINMARYS mag, wird das obercoole ‚The Bitch‘ bis zum Anschlag aufdrehen müssen. Etwas entspannter und relaxter geht es dann mit ‚Voice In The Rain‘ weiter – eingängiger Refrain, schöne Melodie! Als Abschluss sei noch kurz der Bass-lastige Titeltrack erwähnt. Der von den Seventies beeinflusste Song mit seiner leicht spacigen Gitarre verfügt über einen wunderbaren Chorus, welcher sofort im Ohr bleibt.

Es wird sicherlich einige Miesepeter geben, die der Band vorwerfen werden, keinen eigenen Stil zu haben, sondern einfach nur diverse Bands zu kopieren. Wer auf sehr guten Rock mit viel Elan, Melodie und Engagement steht und dazu mit den oben erwähnten Bands was anfangen kann, sollte nicht lange zögern und sich eines der besten Rock-Alben des Jahres in Haus holen.

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REVIEW: Stonegriff – For Madmen Only

 

Eingängiger Epic-Doom aus Schweden

Dass aktuell nicht nur superber Retro-Stuff aus Schweden kommt, beweisen STONEGRIFF mit ihrem in Eigenregie veröffentlichten zweitem Demo. Das Quartett konnte schon mit ihrem ersten Demo „Epicus Democus“ (2010) für ein Ausrufezeichen sorgen und nun setzt die Truppe mit „For Madmen Only“ noch einen drauf und präsentiert dem Hörer ein episches Doom-Erlebnis.

Wahrscheinlich nach dem Ohrwurm-Titeltrack als Opener, aber spätestens nach dem darauf folgenden sofort mitsingbarem ‚Black Snow‘ hat man als Doom-Fanatiker STONEGRIFF in sein Herz geschlossen. Die Schweden klingen nicht unbedingt super heavy, aber wer mit CANDLEMASS was anfangen kann, sollte die Jungs unbedingt antesten. Schon die Vocals von Jam sind mehr als nur ein Ohr wert. Alle Tracks kommen fast durchgehend im gleichen Tempo daher, was sicherlich etwas eintönig klingt, aber die famosen Melodien, der klare Sound, die beeindruckenden Vocals und die Eingängigkeit im Allgemeinen bügeln dies wunderbar aus. Das düstere, etwas tiefer-doomige ‚Impossible‘ (Hammer!!!) und das abschließende, ungewohnt flotte ‚Another Attitude‘ sind in Sachen Tempo die beiden Ausnahmen, wobei Erstgenanntes das Highlight des Albums darstellt.

Gerade zu dieser Jahreszeit kann man gerne mal eine entspannte, schön melodische Portion Doom gebrauchen und wenn diese dann auch noch so famos umgesetzt wird wie von den Schweden STONEGRIFF, dann ist das natürlich um so erfreulicher. Bleibt zu hoffen, dass sich schnell ein Label für die Skandinavier findet, was bei dieser Qualität eigentlich nur noch Formsache sein sollte.

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