Rock-Circuz

Review: Brain Pyramid – Chasma Hideout

Brain Pyramid

Auch Frankreich hat die Stoner/70´s-Welle schon länger erreicht und ganz besonders die fantastischen MARS RED SKY sind inzwischen sehr gefragt. Jetzt gesellen sich BRAIN PYRAMID dazu und überzeugen auf ihrem neuen Album „Chasma Hideout“ mit bluesigem Psychedelic/Stoner/Fuzz-Rock. Der Opener ‚Living In The Outer Space‘ kommt in bester HENDRIX-Manier daher und erinnert an PHILIP SAYCE oder auch THE BREW. Auch die folgenden ‚Lazy‘ und ‚Landing On The Pyramind‘ hauen in die gleiche Kerbe und dürften jedem Freund vom Space-Rock das Wasser in die Augen treiben. Richtig auf dem Trip kommt man aber erst mit dem an ELECTRIC WIZARD erinnernden ‚Lucifer‘ – über sieben Minuten lang und mit fetter Soundwand ausgestattet. Die sieben Nummern des Longplayers kommen auf eine Gesamtspielzeit von 47 Minuten und wer es lieber instrumental mag, darf sich an dem über 11 Minuten langem Abschluß- und gleichzeitigem Titel-Track ‚Chasma Hideout‘ laben – Vorsicht nur, dass man nicht abhebt. Cooles Album der Franzosen und es würde mich wundern, wenn wir die Jungs im nächsten Jahr nicht auf diversen Festivals begegnet.

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Review: Skanska Mord – Skanska Mord EP

Skanska Mord

Wie schön, dass sich zwei meiner Lieblings-Labels immer wunderbar abwechseln, wenn es darum geht, für musikalische Highlights im ganzen Veröffentlichungs-Wahn zu sorgen. Nach dem das phänomenale Label Crusher Records mit HYPNOS sensationell vorgelegt hat, kontert Transubstans Records mit den wunderbaren SKANSKA MORD und deren gleichnamigen neuen 4-Track EP. Leider sind die Jungs bisher ohne wirkliche Beachtung geblieben und ganz besonders von ihren letztem Album “Path To Charon“ hat man kaum Notiz genommen. Dabei ist ihr Hardrock/Metal/Doom im 70´s Vintage-Sound absolut zeitgemäß und sollte nicht nur ein paar Freunde finden. Nun hat die Band vier neue Nummern eingespielt und schon gleich der Opener ‚Illusion‘ mit leichtem CATHEDRAL-Sound rechtfertig allein schon den Kauf des auch auf limitierten Vinyl erscheinenden Tonträgers. Auch die restlichen drei Nummern der insgesamt 17 Minuten, kommen im besten Schlaghosen-Style daher und es bleibt zu hoffen, dass man endlich aufwacht, um SKANSKA MORD gebührend abfeiern zu können. Danke Transubstans für eine weitere unverzichtbare Veröffentlichung.

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Review: Apostle Of Solitude – Of Woe And Wounds

AOS

Als APOSTLE OF SOLITUDE-Verehrer bin ich sicherlich nicht ganz unparteiisch was eine Review angeht, aber dies haben die Jungs aus Indianapolis für ihr neues Werk auch überhaupt nicht nötig, denn „Of Woe And Wounds“ ist auch ohne meine Lobeshymnen ein großartiges, atmosphärisches,melodisches und teilweise episches Heavy Metal/Doom-Werk geworden. Nach dem kurzen Intro wird es mit ‚Blackest Of Times‘ musikalisch düster, böse und heavy – welch ein Slow-Doom-Hammer, der zum leichten Kopfnicken einlädt – wunderbar. Genauso fantastisch, aber wesentlich flotter drückt ‚Whore´s Wings‘ etwas aufs Tempo. Das fantastische Riffing lässt einen die Luftgitarre rausholen und insgesamt erinnert mich der Gesamteindruck an die coolen ARGUS. Wer es lieber epischer und erhabener mag, bekommt mit dem wunderschönen ‚Lamentations Of A Broken Man‘ die totale Vollbedienung – Kopfhörer auf und dahinschmelzen. Nicht weniger schön, aber etwas rauer vom Sound her (Gitarre klingt etwas nach Stoner), werden die Ohren von ‚Die Vicar Die‘ verwöhnt bevor es musikalisch wieder in Richtung ARGUS geht. Großartiges Riffing, phänomenale Melodien und ein Ohrwurm-Chorus laden ein, seine heimische Anlage etwas mehr aufzudrehen, um ‚Push Mortal Coil‘ gebührend abzufeiern – Killer!! Noch schneller reitet das vom Sound etwas drückende ‚Mania‘ durch die Nacht und versorgt uns dabei mit Angriff-Riffs. Krasser Gegensatz dazu ist dann ‚Siren‘, welches wie eine Sludge-Nummer startet, dann aber eher in Richtung Doom mit etwas Tendenz zum Post-Metal sich entwickelt. Für den Abschluss-Track kann ich nur raten: Setzt euch den Kopfhörer auf und spürt die Mächtigkeit des Tracks. Drückende Riffs in wunderbarer Atmosphäre, slow und ergreifend mit einem Chorus der ein wenig an ALICE IN CHAINS erinnert, was absolut positiv gemeint ist, denn die Refrains der Band aus Seattle sind nun mal atemberaubend. Genau, mit ‚Luna‘ gibt es das Beste zum Schluss. Der auch gleichzeitig längste Song auf „Of Woe And Sounds“ zeigt noch einmal  bestens, wo die Stärken (melodische Solos, knackiges Riffing und wundervolle Melodien) des großartigen Band liegen.

 Bleibt nur zu hoffen, dass die Band endlich den lang ersehnten und verdienten Erfolg einheimst und dabei auch gleichzeitig das wunderbare Underground-Label Cruz Del Sur etwas mehr ins Rampenlicht rückt. Denn im Musik-Business herrscht immer noch genug Ungerechtigkeit vor, aber ich will mich nicht schon wieder darüber aufregen und erfreue mich lieber an solchen Veröffentlichungen (04.11.2014) – danke Cruz Del Sur Music und danke APOSTLE OF SOLITUDE!!!

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Web

 

Review: Hypnos – Hypnos

HYPNOS - Hypnos

Natürlich habe ich Crusher Records schon genug abgefeiert, aber man kann dieses schwedische Underground Label, welches so großartiges Bands wie BLUES PILLS, HORISONT, SPIDERS oder auch TROUBLED HORSE hervorgebracht hat, nicht genügend huldigen. Nun hat Label-Chef Peter mit HYPNOS aus Göteborg den nächsten Knaller entdeckt und gefördert. Nach der wunderbaren Vorab-Single ‚Mountain‘ mit der unveröffentlichten B-Seite ‚Viper‘ waren die Erwartungen auf den ersten Longplayer schon groß und werden mehr als nur erfüllt. Die Truppe mit den beiden Gitarristen Oskar Karlsson und Fredrik Bäckström katapultieren uns mit ihrem Twin-Gitarren-Hardrock in die 70er, haben aber sehr viel Oldschool-Maiden mit an Board. Die 35 Minuten werden auf acht Songs verteilt und kommen ohne jegliche Schnörkel aus – Metal/Hardrock in seiner pursten und euphorischten Form. Ich werde es mir sparen eine Nummer besonders hervorzuheben. Alles Tracks sprühen nur so vor Elan, haben gelegentlich eine Prise Boogie zu bieten und machen unheimlichen Spass. Genau diesen merkt man den Schweden auch absolut an. Die Jungs haben richtig Bock zu rocken und liefern einen mitreißenden Job ab. Produziert wurde der Siebziger-Knaller von Tom Larsson, der auch schon bei SPIDERS perfekte Arbeit ablieferte.

Wie bei allen Veröffentlichungen des kultigen Labels, wird man auch hier nicht enttäuscht und alle Anhänger der Vintage-Phase (meinetwegen muss das nicht nur eine Phase bleiben) werden das gleichnamige Werk der Göteburger dementsprechend abzufeiern wissen – zu Recht. Alle DieHard-Sammler müssen sich natürlich auch die oben schon erwähnte 7´Inch ins Regel stellen, denn die coole B-Side ‚Viper‘ steht den Songs vom Album in nichts nach.

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Crusher Records

 

Review: Soundcrawler – The Dead-End Host

Soundcrawler

Es geht mal wieder nach Frankreich, genau genommen nach Bordeaux und dort um die Jungs von SOUNDCRAWLER. Hatte man 2012 mit der EP „Sandcrawler“ schon eine gute Rock-Scheibe mit etwas Grunge-Feeling abgeliefert, so ist ihr erstes Album „The Dead-End Host“ wesentlich durchdachter und nicht mehr ganz so ungestüm, was sich beim Sound und dem Songwriting richtig positiv bemerkbar macht.

Das Album kommt auf eine Spielzeit von knapp 42 Minuten, erscheint am 29.Oktober und ist eine sensationelle Mischung aus Rock, Grunge und Fuzz, eingerahmt in wunderbare Space- und Psychedelic-Sounds. Schon gleich der groovige, schwerwiegende Opener ‚Raiders‘ erinnert aufgrund der Vocals ein wenig an die glorreiche Grunde-Ära, mit Harmonie-Vocals der Marke ALICE IN CHAINS oder SOUNDGARDEN. Aktuell würde ich ihre Landsmänner von MARS RED SKY als Vergleich heranziehen wollen. Nach dem recht ähnlich klingenden ‚Burning Scales‘ wird mit ‚A God To Feed‘ dann etwas Fahrt aufgenommen – kurze, knackige Riffs, treffen auf spacige WahWah-Sounds und dies alles in einem bombastischen Soundgewand – fett. Die nächsten 7 Minuten gehören dann ‚Long Coma SLow‘. Der zu Beginn leicht bluesig und wunderbar atmosphärisch und dezent klingende Track ist ein echtes Laut/Leise-Fuzz-Monster und groovt alles nieder – Hammer! Nach zwei weiteren Groove-Monstern, wobei das sehr intensive ‚Souls From The Trash‘ allen Doom-Jüngern mehr als nur gefallen dürfte, kommen wir zu ‚Civil‘, welches über die Bandcamp-Page der Truppe Appetit auf mehr macht. Nicht wirklich einfach strukturiert, kein Mainstream, aber trotzdem melodisch.  So ungefähr muss man sich diese Granate vorstellen – etwas an die sensationellen THE MARS VOLTA erinnernd. Mörder-Riffs eröffnen ‚Infinite Genocide‘ und sind nur der Vorbote mehrerer Gitarrengewitter ins diesem Song. Kleiner Tip: Direkt nach ‚Civil‘ die Anlage etwas mehr aufdrehen, denn die Gitarre die dann folgt ist awesome. Für einen schönen Ausklang des Albums sorgt dann das instrumentale und sehr entspannte ‚And All The Seconds Left‘.

Fazit: Wenn es Band ganz dringend beim Roadburn-Festival auftreten muss, dann ja wohl SOUNDCRAWLER aus Bordeaux.

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Bandcamp

Review: Majesty In Ruin – All Light Shall Fade… Demo 2014

Majesty In Ruin

Noch ist das Jahr 2014 zwar nicht zu Ende, aber mein „Demo des Jahres“ steht jetzt schon fest: MAJESTY In RUIN aus Florida haben es eingespielt und sind dem Genre Epic Doom Metal zu zuordnen. Die drei Songs auf „All Light Shall Fade…“ schaffen es auf eine Spielzeit von knapp 23 Minuten und können kaum gefühlvoller und atmosphärischer sein. Starten wir mit dem Midtempo-Knaller ‚Mother Of Desire‘, der schön riffig und leicht erhaben daherkommt. Die beeindruckenden Vocals von Rich McCoy werden einen noch über die gesamte Spielzeit des Demos faszinieren und sind hier in dieser Nummer natürlich auch famos. Zum Ende des Songs wird das Tempo gedrosselt und die Gitarre klingt etwas düsterer. Kommen wir zum fast 10minütigen ‚The Lamp Of Invisible Light‘ – Epic Doom Metal in seiner schönsten Form. Alleine schon der Beginn des Songs, mit den so unglaublich gefühlvollen Vocals, ist für mich nicht wirklich in Worte zu fassen – awesome. Hier „hört“ man nicht bloß einfach zu, sondern hier „lauscht“ man den feinfühligen Vocals von Rich. Der schleppende, melodische Rhythmus gewinnt Mitte des Songs etwas an Härte und Druck und Rich´s Stimme killt einen förmlich. Dem kürzesten Track ‚Remembrance‘ (fast 6 Minuten) darf Anfangs auch erst mal wieder „gelauscht“ werden, denn Rich´s Vocals werden musikalisch zuerst wieder nur sehr dezent unterstützt. Auch diese Nummer steigert sich zu einer riffigen, bombastisch-atmosphärischen Epic-Nummer der ganz großen Schule. Ich werde mir hier jetzt jeden Vergleich sparen und nur noch darauf hinweisen, dass die Bandmitglieder schon mit so coolen Truppen wie BEELZEFUZZ, PALE DEVINE und SINISTER REALM zu tun hatten. Wer sich dieses Juwel ins Regal stellen will, sollte zügig mit der Band in Kontakt treten, denn die Demo-CD ist auf 100 Stück limitiert.

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Bandcamp

 

Review: Operators – Contact High

Operators
Nach ihrem guten Debüt, sind die Berliner OPERATORS mit ihrem neuen Album „Contact High‘ zurück und präsentieren dem Hörer eine gekonnte Breitseite mit Orgellastigem Stoner/70´s-Stoff. Die acht Nummern kommen auf eine Laufzeit von 40 Minuten und wer der aktuellen Vintage-Welle was abgewinnen kann, muss sich nur das stürmische ‚Bring On The Spice‘ geben, um dann feststellen zu müssen, daß dieses Album ins heimsiche Regal gehört. Abfeiern darf man aber auch gerne das straight rockende ‚Tangerine‘ (nein, kein Zep-Cover), das ebenso abgehende ‚Kiss Of De Ath‘ und das etwas ruhigere, aber wunderbare ‚Arrows‘. Die Berliner Jungs haben mit „Contact High“ eine Steigerung zum Erstwerk abgeliefert und somit denke ich, daß man mit dem dritten Album bei einem coolen Label unterkommen wird. Um diesen Aspekt unterstützen zu wollen, sollte man schleunigst die Band kontaktieren.

Review: Serpent Warning – Serpent Warning

Serpent Warning

Was für ein wunderbares Stück Epic-Doom haben SERPENT WARNING denn da eingespielt? Die Truppe aus Finland ist auf dem wunderbaren schwedischem Label „I Hate“ untergekommen und präsentiert uns in 40 Minuten, verteilt auf auf 9 Tracks, lupenreinen liebevoll getragenen epischen Doom. Der eingängige Opener mit erhabenen Refrain ‚Evil River‘ ist der Oberhammer und dürfte nicht nur alle Underground-Doomer in seinen Bann ziehen – grandios. Es folgen Killer wie ‚Serpent Warning‘ (nächster Ohrwurm mit viel Gefühl) oder das fast 10minütige und abschließende ‚Ceremonies Of The Sun‘. Wer CANDLEMASS und aktuell BELOW zu seinen Faves zählt, sollte nicht nur ein Ohr riskieren, sondern sich gleich das Debüt von SERPENT WARNING ins Regal stellen.

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Review: Heavy Glow – Pearls & Swine and Everything Fine

Heavy GlowMit dem Song ‚Headhunter‘ gab es vorab schon mal den ersten Eindruck vom kommenden neuen Album. Aufgrund dieser überragenden Nummer, konnte ich es kaum noch abwarten, wie das neue Album des Trios wohl klingen würde. Nun habe ich die Files zum neuen Album „Pearls & Swine and Everything Fine“ mit Freude in Empfang genommen und kann schon, nach nur einem Durchgang sagen, dass HEAVY GLOW eines der Album-Highlights des Jahres eingespielt haben. Die 12 Songs kommen auf eine Laufzeit von knapp 40 Minuten und sollten alle Anhänger von leicht psychedelischen Blues-Rock/Hardrock dahinschmelzen lassen. Ob man sich den groovig-lässigen Opener ’45 Shakedown‘, den Uptempo-Ohrwurm ‚Look What You´re Doing To Me‘ oder den überaus entspannten Slow-Blueser ‚Hello September‘ herauspickt, wird man vom genialem Sound und ebenso überragenden Tracks verzaubert. Aber auch ‚Fat Cat‘ (leicht funky), das schmusige ‚Love Ghost‘ (Augen zu und Gitarren-Orgie genießen) oder der soulige Midtempo-Knüller ‚Got My Eye On You‘) müssen, neben dem ja schon erwähnten ‚Headhunter‘ abgefeiert werden. Wer es etwas härter mag, nimmt sich dann das fetzig und kurz-knackige ‚Nerve Endings‘ zur Brust. Neben den Songs, beeindruckt auch das famose Cover-Artwork, welches es hoffentlich auch in Vinyl-Größe zu bestaunen geben wird. Vergleiche hinken ja immer etwas, deshalb schmeisse ich mit CREAM, JIMI HENDRIX, BLIND FAITH, BLACK KEYS, MOUNT CARMEL, JJ GREY & MOFRO mal ein paar Bands in den Raum – dies sollte langen, um für ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu sorgen, denn diese hat die Band mehr als nur verdient.

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Review: Magic Jove – In The Fields EP

Magic JoveSo, nun sind wir mal wieder in Schweden und zwar diesmal in Malmö, wo die Jungs von MAGIC JOVE ihre erste EP veröffentlicht haben. Die Truppe orientiert sich stilistisch an 70er-Bands wie LEAF HOUND und CAPTAIN BEYOND. Aktuell würde ich THE BREW als Vergleich heranziehen wollen. Die hier vorliegenden vier Tracks auf „In The Fields“ schaffen es auf eine Spielzeit von 20 Minuten und sind eine frische Mischung aus Blues, Funk, Soul und Rock im Seventies-Gewand. Als Anhänger dieser Musikrichtung kann man sich auf das flott rockige ‚Floating Upstream‘ freuen, gefolgt von dem sehr an ROBIN TROWER erinnernden ‚Guardian Angel‘. Die wunderbar, schön langsame Blues-Nummer ‚In Chain‘ ist der Hammer und kann eigentlich nur abgefeiert werden. Mit dem druckvoll rockenden Titeltrack, welcher mich an KAMCHATKA erinnert, haben wir die EP dann auch durch. Es sollte mich schwer wundern, wenn wir von den Schweden demnächst nicht noch mehr Positives zu vermelden hätten.

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