Rock-Circuz

Review: Warp Riders – Astral Plane EP

Warp Riders

Na, was für wunderbares Zeugs welches uns die Norweger WARP RIDERS hier in EP-Form um die Ohren hauen. Die vier Tracks auf „Astra Plane“ schaffen es auf eine Spiellänge von 19 Minuten und bieten uns eine Mischung aus Psychedelic/Stoner/Doom/Fuzz-Rock. Der schleppende und dabei fett groovende Titeltrack, rockt und dröhnt fett aus den Boxen, hat eine leichte Psychedelic-Note und verführt zum leichten Kopf-Mitwippen. Flotter und etwas abgespaceter geht es da schon bei ‚Save Me From Myself‘ zur Sache – hier werden nicht nur HENDRIX-Fans bestens bedient. Mit ‚In Through Glasses‘ wird es wesentlich ruhiger und entspannter. auch hier gibt es genügend abgedrehte Gitarrenarbeit zu bestaunen und abzufeiern. Das abschließende ‚Getting Out‘ ähnelt dem zweiten Track ohne dabei nur eine Kopie zu sein. Ich will WARP RIDERS nicht direkt mit einer Band vergleichen, aber wer auf die genialen DEAD MEADOW steht und aus weit vergangenen Tagen der Band CREAM zugeneigt ist, sollte sich ganz dringend um die aktuelle EP der Norweger bemühen.

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Review: Messenger – Illusory Blues

messenger illusory blues cover

Was die Vorab-Single ‚Somniloquist‘ (zauberhafter Folk-Rock-Prog mit ganz großem Gefühls-Kino) schon andeutete, wird mit dem großartigen Album vollends bestätigt. Svart Records aus Finnland, hat nach den fantastischen SAMMAL, mit MESSENGER den nächsten Knaller am Start. Die Truppe aus London hat ein besonders Talent für wundervolle Melodien. Ihr Prog Rock im Verbund mit den immer wieder auftauchenden Folk-Einflüssen und der einmaligen und atemberaubenden Atmosphäre des gesamten Longplayers, wird „Illusory Blues“ in den Jahrescharts 2014 garantiert in den oberen Rängen landen. Knapp 46 Minuten darf man sich von Perlen wie ‚The Return‘ (warme Melodien, Flöte), ‚Piscean Tide‘ (lieblich-zärtlicher Prog mit viel Akustikgitarre und Violine), ‚Dear Departure‘ (gefühlvolle acht Minuten zum dahinschmelzen) oder dem zum Ende hin richtig hart rockenden ‚Midnight‘ verwöhnen lassen. Um ehrlich zu sein fehlen mir die richtigen Worte, dass Album der Engländer auch nur annähernd korrekt zu würdigen. Ich verweise mal auf Bands wie MIDLAKE, ELBOW, IRON & WINE oder auch THE HEAD AND THE HEART. Wer diesen Bands was abgewinnen kann, sollte sich schon mal auf was gefasst machen, denn MESSENGER haben einen richtig großen Sack emotionaler Melodien an Board.

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Review: Blade Killer – EP

Blade Killer

Da der Metal in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen ist, wird es mal wieder Zeit Shadow Kingdom Records zu huldigen. Das kultige Underground Label hat aktuell mit BLADE KILLER eine famose NWOBHM-Truppe am Start. Wer auf schnellen Metal im Zuge der ganz alten IRON MAIDEN oder der im letzten Jahr veröffentlichten 7’inch der genialen NGHT DEMON steht, braucht überhaupt nicht lange zu überlegen und muss sich die grandiose aktuelle EP der Band aus Los Angeles sofort ins Haus holen. In fast 14 Minuten, verteilt auf vier Songs, brennt die Band ein überwiegend speediges Feuerwerk ab. Angefangen beim knallenden Opener ‚On The Attack‘, über das etwas langsamere ‚Don´t Hold Back‘ bis hin zu den beiden Nummern ‚Made Of Steel‘ und ‚Raise Your Fist‘, die Twin-Guitar-Angriffe sind übermächtig und machen richtig Spaß – hier ist Luftgitarre rausholen Pflicht. Also, back to the 80´s und holt euch das limitierte Handnummerierte Vinyl !!!

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Review: Mantar – Death By Burning

Mantar

Boah, was für eine Breitseite. MANTAR, das Duo aus Hamburg, fährt fette Geschütze auf. Sich selbst in der Nähe von Bands wie DARKTHRONE, MOTÖRHEAD und den MELVINS sehend, ist eine Zuordnung zu einem bestimmten Genre nicht wirklich möglich, was die Band aber bestimmt auch gar nicht will. Der Sound ist mächtig, die Riffs killen und die Drums, besonders die Becken, scheppern wie auf den ersten KYUSS-Alben – wunderbar. Müsste man „Death By Burning“ doch in ein Genre drücken, dürfte musikalisch Stoner/Doom mit etwas Punk weit vorne liegen, wobei man vom Gesang her doch eher in Richtung Hardcore und Black Metal geht – alles sehr ruppig und einfach gehalten, mit aber umso größerer Wirkung.  Nach knapp 45 Minuten sind die 10 Tracks des Longplayers durch und man darf erst mal durch schnaufen, fragt sich aber auch, was man hier gerade gehört hat. Ich werde es vermeiden irgendwelche einzelne Songs herauszupicken, denn da soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. Die erfreuliche Tatsache, dass dieses famose Werk mal nicht aus den Staaten oder Schweden kommt, macht das Ganze noch umso interessanter.

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Review: Demon Eye – Leave The Light

DemonEye-Cover

Das beste Demo 2013 kam aus North Carolina. Dort ansässig sind DEMON EYE, die mich mit ihrem 6-Tracker richtig umgehauen haben. Ihr melodischer Stoner/Classic/Boogie-Metal zündet sofort nach nur einem Durchgang, macht unheimlich viel Spaß, es bleibt direkt was hängen und der Band merkt man ihre Lust auf Musik richtig an. Nun hat sich Soulseller Records der Band angenommen und mit „Leave The Light“ steht mittlerweile der erste Longplayer in den Läden. Zu den schon vorhandenen 6 Songs der EP, gibt es noch mal 5 ganz frische Nummern, womit man dann auf eine Spiellänge von 46 Minuten kommt. Auf „Leave The Light“ findet man eine wunderbare Mischung aus treibenden Rockern wie ‚Witch´s Blood‘ (Killer-Riff mit viel Melodie), ‚Shakes Of Black‘ (Luftgitarre rausholen bitte) oder ‚From Beyond‘, coolen, mit leichten Boogie-Touch ausgestattete Tracks wie ‚Hecate‘ und ‚Adversary‘ und Entspanntes wie ‚Fire Of Abalam‘ (sehr lässige Nummer). Was das Demo im letzten Jahr schon andeutete, spiegelt auch das erste Album der Amis absolut wieder: supermelodischer Classic/Stoner-Rock den jeder Fan dieses Genre ganz dringend in sein Regal zu stellen hat. Obwohl, bei diesem famosen Cover-Artwork, würde ich das Vinyl empfehlen, welches es in limitierter Ausgabe gibt. Bleibt zu hoffen, dass die Truppe für einige Shows/Festival 2014 über den großen Teich nach Europa kommt.

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Review: Sammal – No.2 EP

Sammal

Oh man, was für ein Vintage-Knaller aus dem Hause Svart-Records. Konnten SAMMAL aus Turku schon im letzten Jahr mit ihrem gleichnamigen Debüt überzeugen, so setzt die hier aktuell vorliegende EP noch mal einen drauf. Wie schon auf dem Longplayer, so sind auch die fünf neuen Tracks auf „No. 2“ in ihrer Heimatsprache eingespielt. In den knappen 21 Minuten feuern SAMMAL ein sensationelles Vintage-Feuerwerk ab. Angefangen beim melodisch, eingängigen Midtempo-Opener ‚Vankina Faristen‘, über das überragende ‚Peilen Teikaa‘ (was für eine oberamtliche ATOMIC ROOSTER-Orgel) bis hin zum fluffig, easy und lockerem ‚Tähdelle Kuolomaan‘. Dazwischen befindet sich mit ‚Tuuli Kuljettaa‘ der Höhepunkt dieser EP. Entspannt, in schöner Atmosphäre zart instrumentiert beginnend, steigert sich der Song in einen orgeltreibenden Rocker, um dann wieder in die schöne Ausgangs-Stimmung zurückzukehren – eine Offenbarung. Wie schon auf ihrem Debüt, so streut die Band auch auf „No.2“ gerne mal etwas Folk mit ein und hebt sich so, von der Vielzahl an 70er-Bands, positiv ab. Dabei stört es auch nicht, dass alle Texte in finnisch sind. Wer auch weiterhin aktuell auf der Retro-Welle mit schwimmen will, sollte sich schleunigst SAMMAL aus Finnland besorgen und einfach nur abfeiern – I LOVE THIS BAND!!

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Review: Nandhan Blues Band – Black Strawberry Mama

Nandha Blues

Neben den großartigen W.I.N.D., kommt auch das Southern/Blues-Trio NANDHA BLUES aus Italien. Untergekommen ist man, wie so viele Truppen dieses Genre, bei Grooveyard Records. Ihr aktueller Longplayer „Black Strawberry Mama“ beinhaltet 10 Songs, die es auf eine Laufzeit von knapp 50 Minuten schaffen. Die Band um Sänger und Gitarrist Max Arrigo dürfte mit ihrem sehr gitarrenorientiertem Album Southern-Rocker und Jam-Freaks gleichermaßen begeistern. Alleine schon Songs wie das funkige ‚Grand Combin´ Love‘ mit sehr cooler Mundharmonika, die Uptempo-Nummer ‚Life Is For Learning‘ oder das orgellastige ‚Platin´ For Peanuts‘ rechtfertigen den Kauf dieses Albums. Natürlich ist auch der Rest auf „Black Strawberry Mama“ mehr als nur hörenswert. Die Tracks dürften sicherlich etwas abwechslungsreicher sein, aber somit ist dann noch etwas Luft nach oben, was das Warten auf den Nachfolger noch mal umso interessanter macht. Ist man Fan der ALLMAN BROTHERS BAND, von GOV`T MULE oder der DEREK TRUCKS BAND, so kommt man an der NANDHA BLUES BAND definitiv nicht vorbei.

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Review: Prisma Circus – Reminiscences

Prisma Circus

Mit PRISMA CIRCUS verschlägt es uns nach Barcelona. Waren die vier Nummern ihrer ersten EP 2012 schon ein gefundenes Fressen für alle Psychedelic/Blues-Freaks, so ist auch ihr aktueller Longplayer „Reminiscences“ ein Fest für alle Krautrock-Liebhaber. Hier wird gejamt, die Gitarre wird gegnidelt bis sie qualmt, trotzdem übertreiben es die Spanier nie. Die Songs sind nie länger als sieben Minuten, haben richtig viel Drive und die Spielfreude springt einem förmlich aus den CD-Player oder Plattenteller an. Hier geht es nicht um Hits, sondern um die Liebe zur Musik. Die Jungs haben noch richtig Lust sich den Hintern aufzureissen. Auch wenn dies nicht immer sehr eingängig klingt, so verliert man nie den Faden und findet trotz aller Gitarren-Orgien immer wieder in die Spur. Um das großartige Cover-Artworl richtig genießen zu können, muss natürlich das Vinyl her. Also, auf ins Netz um sich diesen heissen Stoff für euren Plattenteller zu ordern.

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Review: Doctor Cyclops – Oscuropasso

Doctor Cyclops

Nach dem schon sehr gutem „Borgofondo“, haben die Italiener DOCTOR CYCLOPS mit „Oscuropasso“ nun ihren Nachfolger im Kasten. Die fünf Songs bringen es auf eine Laufzeit von etwas mehr als 45 Minuten und sind, wie auch schon auf dem Vorgänger, nicht immer sehr eingängig. Ihr psychedelischer Hardrock hat wie immer ganz viel Doom mit an Board und über allem schwebt eine megafette Vintage-Wolke. Besonders hervorzuheben ist das zeitweise leicht jazzige ‚The Monk‘, welches sich zuerst aufmacht eine echte Doom-Macht zu werden, dann aber, mit Unterstützung einer sehr coolen Orgel, richtig die Gänge kommt. Auch der drückende Bass und die mächtigen Riffs von ‚Waterfalls‘ kommen beeindruckend daher. Ich hoffe, daß DOCTOR CYCLOPS mit ihrem doch etwas leichter zugänglichen neuen Werk die verdiente Anerkennung bekommen. Wer auf Bands wie SIR LORD BALTIMORE oder LEAF HOUND kommt an „Oscuropasso“ sowieso nicht vorbei.

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Review: Kalamahara – Chthonic Beast

cover_kalamahara

Yeah! It´s Rock n Roll Baby! So ungefähr würde die Kurz-Rezi lauten. Das Debüt von KALAMAHARA landete quasi noch warm auf meinem Tisch, denn das Album der Leipziger ist gerade erst raus. Die Bandmitglieder turnen noch nicht allzu lange miteinander und wenn man dies berücksichtigt, ist es sehr erstaunlich, was die Jungs hier mit „Chthonic Beast“ für ein guten Longplayer abgeliefert haben. Da ich in letzter Zeit ziemlich oft das aktuelle Album von THE ANSWER in der Mangel hatte, geht die Gitarre vom Opener ‚Juice Lucy‘ dann auch gleich richtig gut rein. Die Nummer hat ordentlich Drive, macht ein wenig auf dicke Hose und der etwas durchwachsene KISS-Refrain schadet auch nicht. Es folgen weitere 36 Minuten mit coolem Classic Hardrock, etwas Stoner und die Siebziger dürfen es auch gerne mal sein. Dabei ist die erste Single ‚The Urgency‘ der absolute Höhepunkt und sollte QOTSA-Fans genau so erfreuen, wie Freunde von LED ZEPPELIN und FREE. Letztere werden sich auch über das sich steigernde ‚Last Night‘ erfreuen und beim sensationellen, mit großartigen Twin-Gitarren ausgestattetem ‚You Gotha Know‘ (THIN LIZZY lassen mehr als nur grüßen) abfeiernd durch die Bude hüpfen. KALAMAHARA muss man unbedingt im Auge behalten, denn in der Band aus Leipzig steckt richtig Potenzial – ich freue mich schon auf das Zweitwerk! Wer das schöne Digi-Pack ordern will, sollte eine der u.a. Links checken.

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