Rock-Circuz

Review: Mustasch – Silent Killer

Achja, endlich wieder ein neues Album von einer Band, auf die man sich blind verlassen kann. Die Rede ist von den obercoolen MUSTASCH. Seit Anfang 2000 ist Kreativkopf Ralf Gyllenhammar nun schon mit immer wieder großartigen Alben am Start und bei den Göteburgern weiss man was einen erwartet und das ist auch gut so. Die Jungs plänkeln nicht lange rum und somit wird auch auf „Silent Killer“ gerockt und gemetalt das die Boxen tanzen. Angefangen über das gleich losballernde ‚Winners‘ (ja, direkt mal die Anlage `ne Stufe höher drehen), geht es über zum fett-riffigem ‚Liberty‘ (Ohrwurm-Garantie), dem mit mega-killender Bratgitarre ausgestatteten ‚Barrage‘ (Chorus mit Mörder-Riff). Nach kurzer Verschnaufpause, die einem mit dem groovigen ‚Fire‘ versüßt wird, heisst es wieder anschnallen, denn ‚The Answer‘ donnert flott nach Vorne und läutet das letzte Drittel der Scheibe ein. Wer meint, nach soviel killendem Stoff ist eine Steigerung nicht mehr möglich, sollte sich einen Kopfhörer nehmen, ordentlich Platz für eine Luftgitarre haben und sich ‚Grave Digger‘ vornehmen – Oh-mein-Gott, was für druckvoll-zerstörende Töne schallen hier aus der Gitarre. Hat man sich etwas beruhigt, darf der Kopfhörer auch gleich aufbehalten werden, denn das donnernde ‚Burn‘ metzelt zum Abschluss noch einmal alles nieder und das mit einem überragenden Refrain – was für ein Live-Hammer muss dies sein. Wie eingangs schon erwähnt, ist auf Ralf und seine Mannen absolut Verlaß und somit ist auch das aktuelle Werk der Schweden, „Silent Killer“, mal wieder ein Volltreffer und soundtechnisch wird dieser Highlight nur schwer zu überbieten sein.

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Review: Piss River – Piss River

Yeah, it´s Rock n Roll baby!!! PISS RIVER haben viel L7 und Girlschool gehört und dazu noch eine Menge Garage-Rock im Repertoire. Die Schweden mit Sängerin Sofia Nilsson legen mit dem flotten ‚Desolation‘ dann auch gleich richtig gut los. Es folgt ein noch cooleres ‚Speed Machine‘, welches musikalisch recht gleich klingt, aber noch mehr Drive hat. Ihr leicht punkiges Flair, gepaart mit einer ganz großen Portion NWOBHM macht richtig Spaß, auch wenn das Debüt komplett gesehen, schon etwas mehr Abwechslung hätte vertragen können. Aber die Truppe macht das wozu sie Lust hat und rockt und fetzt einfach drauf los. Herausgekommen sind neben den schon erwähnten Nummer, noch das großartige ‚This Is Your Doom‘ (sensationelle Gitarren-Leads), die herrlich nach Vorne abgehenden ‚You Bleed‘ und ‚Back Off‘ und zum Abschluss gibt es mit ‚Bad Reputation‘ noch die erste Singleauskopplung aus dem gleichnamigen Album. Wer es schmissig-rockig mag, dazu etwas Garage-Punk-Attitüde vertragen kann und keine Angst vor Vollgas ohne größere Verschnaufpause hat, ist bei PISS RIVER an der richtigen Adresse.

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Review: The Golden Grass – Absolutely

Es ist, trotz der Veröffentlichung von inzwischen zwei Alben, immer noch etwas überraschend, daß THE GOLDEN GRASS nicht aus Schweden, sondern aus den Staaten kommen. Solch ein Siebziger/Retro-Boogie kommt normalweise aus dem hohen Norden und nicht unbedingt aus Brooklyn. Waren die ersten beiden Werke schon sehr cool, konnte man sich aber trotzdem immer noch nicht so richtig durchsetzen. Die Hoffnungen ruhen nun auf „Absolutely“, dem dritten Longplayer des Trios. Wie auch schon auf den Vorgängern, setzt die Band erneut auf ihren schön trockenen Retro-Rock mit eingängigen Melodien. Auffällig ist, daß die Jungs diesmal aber zielstrebiger und dadurch etwas eingängiger klingen. Die 40 Minuten starten mit dem leicht verzerrtem, aber sehr eingängigen ‚Catch You Eye‘, ein Leckerbissen für alle Psycho/Fuzz-Freaks – very cool. Mit dem einfach simplen Rocker ‚Never You Mind‘, dem flotten ‚Runaway‘ geht es dann recht riffig und vom Feeling her, sehr bluesy weiter. Die Twin-Gitarren-Nummer ‚Walk Along‘ erinnert an die wunderbaren Wishbone Ash und der Boogie-Rocker ‚The Spell‘ hat viel aus dem Spät-Sechzigern. Beim abschließenden ‚Begging The Question‘ muss man, aufgrund des Sound, sofort an Gov´t Mule denken. Dazu ist der Track auch noch leicht jammig, was auf alle Fälle an Warren Haynes erinnert. Es bleibt nun zu hoffen, daß sich die Herrschaften endlich etwas mehr etablieren können, denn wer liefert schon drei konstant gute Alben am Stück ab? Wer auf WIshbone Ash, Canned Heat, Gov´t Mule und die alten ZZ Top steht, kommt an „Absolutely“ definitiv nicht vorbei!

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Review: Don Airey – One Of A Kind

Oh mein Gott! Was will man über den Gott am Tasteninstrument denn noch groß erzählen. Er hat mit so ziemlich jeder Classic Rock-Band zusammengearbeitet und sollte somit sensationelle Geschichten aus den vergangenen Jahrzehnten erzählen können. Ob nun unter anderem mit Black Sabbath, Colosseum, Babe Ruth, Gary Moore, Rainbow, Thin Lizzy, Whitesnake, Judas Priest oder Michael Schenker, die Liste liest sich unendlich. Seit 2002 ist Don nun schon festes Mitglied bei Deep Purple und ersetzt den leider schon verstorbenen Jon Lord. Für sein neues Solo-Werk ‚One Of A Kind‘ hat sich der Brite den leider immer noch völlig unterbewerteten Gitarristen Simon McBride in Boot geholt und die Vocals werden vom aktuellen Nazareth-Sänger Carl Sentance übernommen. Wie es nicht anders zu erwarten war, haben wir es bei ‚One Af A Kind’ natürlich auch mit einem Orgel-betonten Classic-Burner zu tun, welcher mit dem flotten Rocker ‚Respect‘ einen guten Opener zu bieten hat. Auch das groovig-bluesige ‚All Out of Line‘ ist bestes Retro-Zeugs. Mit dem darauffolgenden Titeltrack (überladen und zu viel Streichinstrumente eingebaut) und der öden Halbballade ‚ Every Time I See You Face‘ (totaler LaLa-Refrain) gibt es dann erst mal zwei Durchhänger, welcher aber mit dem direkt danach überragenden ‚Victim Of Pain‘ mal richtig ausgebügelt werden. Nach der Ballade ‚Running Free‘ wird mit dem großartigen ‚Lost Boys‘ richtig Fahrt aufgenommen (straighter Rocker mit cooler Orgel), das groovig-lässige ‚Want You So Bad‘ bremst das Ganze dann wieder etwas aus, bevor ‚Children Of The Sun‘ dann wieder für mehr Tempo sorgt. Soundtechnisch sollte sich jeder, der mit Deep Purple und Rainbow was anfangen kann, mit dieser Veröffentlichung beschäftigen. Natürlich haben wir es hier nicht mit einem neuen Klassiker zu tun, aber überdurchschnittlich ausgefallen ist ‚One Of A Kind‘ allemal und vor allem, hört euch den oben schon erwähnten Gitarristen Simon McBride an – unfassbar dieser Typ!

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Review: The Watchers – Black Abyss

Na, endlich ist es soweit – THE WATCHERS haben mit „Black Abyss“ ihren ersten Longplayer eingespielt!! Konnte die Truppe um die beiden SpiralArms-Jungs Tim Narducci (Vocals) / Cornbread (Bass) und Ex-Orchid-Drummer Carter Kennedy mit ihrer ersten EP „Sabbath Highway“ (auch schon auf Ripple Music) (review hier) schon ordentlich Staub aufwirbeln, so durfte man gespannt sein, was einem das erste Langeisen wohl bringen würde, und um es kurz zu machen, es killt !!! Was für ein fettes Brett hat das Quartett hier eingeballert. 38 Minuten darf man sich auf Doom/Stoner-lastigen Classic/Heavy Rock freuen, mit drückenden Gitarren, mächtigem Schlagzeug, pumpenden Basslines und perfekt passendem Gesang. Schon Gleich der Opener und gleichzeitige Titeltrack ist eine Verneigung vor den Meistern Black Sabbath. Schwer und mächtig vom Riffing her, drückt die Nummer ordentlich und der Refrain entwickelt sich zum Ohrwurm. Weiter geht es mit Knallern wie ‚Alien Lust‘ (Stoner mit viel Drive und killenden Riffs), dem supercoolen ‚Buzzard‘ (herrliche Ohrwurm bei leicht progressivem Rhythmus), der Uptempo-Granate ‚People Of The Sun‘, einem lässig und völlig entspannten ‚Surfer Fool‘ (wundervoll unaufgeregt und relaxt mit einem leicht orchestralen Mittelpart) und dem abschließenden ‚Seven Tenets‘ (hört Euch nur das mächtige Eröffnungsriff an, am besten unter dem Kopfhörer – this blows me away). Wie natürlich gehofft, haben THE WATCHERS ein überzeugendes Debüt abgeliefert, welches jetzt schon zu den Highlights des noch jungen Jahres zählt. Ihre Kombination aus Stoner und Doom im Siebziger-Fahrwasser und dem Heavy Rock der Achtziger ist der absolute Hammer und man darf gespannt sein, was bei den Jungs noch so gehen wird, denn für einfach nur ein Album unter Vielen zu sein, ist „Black Abyss“ definitiv zu schade !!!

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Review: Earthless – Black Heaven

Boah, wer hätte denn mit sowas gerechnet? EARTHLESS aus San Diego sind ja nun keine Unbekannten mehr und nach so einer langen Zeit, weiss man natürlich wie die Jungs klingen. Mit dem neuen Werk „Black Heaven“ findet aber eine kleine Revolution statt, denn die einstige Instrumental-Truppe ist Geschichte, Vocals sind angesagt und das auf 3/4 der hier vorliegenden sechs neuen Nummern. Somit durfte man gespannt sein, wie das Ganze wohl klingen würde und schon gleich der Opener ‚Gifted By The Wind‘ ist der absolute Killer. Großartig-fette Gitarrenklänge treffen auf groovende Bass-Lines und scheppernde Drums. Alles klingt so schön trocken, roh und als ob es live als Session im Studio eingespielt wurde und vor allem der Gesang von Isaiah Mitchell ist richtig, richtig gut. Musikalisch treffen hier Jimi Hendrix und Gov´t Mule aufeinander und werden dabei von diversen Retro-Hardrock-Kapellen wie Freedom, Iron Clan oder auch Leaf Hound unterstützt – grandios. Auch das folgende ‚End To End‘ knallt ordentlich, ist dem Vorgänger sehr ähnlich und vor allem die sensationelle Gitarre ist überirdisch. Dann heisst es, Kopfhörer auf und sich knapp neun Minuten lang berauschen lassen, denn ‚Electric Flame‘ ist eine Offenbarung in Sachen Rock – was für oberamtliche Gitarrenorgien. Nach dem instrumentalen Titeltrack (schön heavy) gibt es mit „Sudden End“ ein relativ ruhig ausklingendes Ende, was aber nicht heisst, dass hier weniger gerockt wird. Die vom Rhythmus her eher schwerfällige Nummer dröhnt etwas mehr, hat einen herrlichen Refrain und die Solis sind mal wieder unwiderstehlich. Wer sich eigentlich nie so für EARTHLESS interessiert hatte, sollte diese Einstellung schleunigst ändern, denn mit Gesang ist die Band noch wesentlich stärker geworden und hat in ihrem Genre jetzt schon eines der Highlight in 2018 abgeliefert – grandioser Siebziger-Hardrock mit hypnotischen Gitarren-Parts – awesome!

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Review: Svartanatt – Starry Eagle Eye

Boah, was für eine Granate war das 2016 erschienene gleichnamige Album von SVARTANATT. Mit großer Freude hat man die Ankündigung des neuen Werkes der Schweden vernommen und schon liegt der erste Durchlauf von „Starry Eagle Eye“ hinter uns. Wie schon auf dem Vorgänger, so strotzen auch die neuen Nummern voller Engagement und versprühen mit ihrer ansteckenden Spielfreude mächtig viel positive Energie. Mit dem rockigen Opener ‚The Children Of Revival‘ (unaufdringliche, aber coole Orgel) sorgen die Jungs für einen wunderbaren Einstieg. Weiter geht es mit so Retro-Knallern wie das flott-treibende ‚Wrong Side Of Town‘, ein leicht beschwingter Titeltrack, das balladeske ‚Wolf Blues‘, ein alles überragendes ‚Hit Him Down‘ und dem Orgellastigen ‚The Lonesome Ranger‘. Zum Abschluss gibt es mit ‚Black Heart‘ noch einen knackigen Kickass-Rocker – was für ein würdiges Ende eines famosen Siebziger-Trips. Da man trotz des überragenden Debüts noch nicht so richtig durchstarten konnte, ist die Hoffnung groß, es mit dem gleich starken Nachfolger ‚Starry Eagle Eye“ zu schaffen. War ihr erstes Langeisen eines der Retro-Alben des Jahres 2016, so kann man trotz des noch jungen Jahres jetzt schon sagen, es hier mit einem Anwärter auf die Retro-Krone 2017 zu tun zu haben.

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Review: Cruthu – The Angle Of Eternity

Mein Gott, das wurde aber auch Zeit! Nach ihrer schon herrlichen 3-Track Demo- EP 2014, haben CRUTHU aus Michigan nun zwar immer noch keinen kompletten Longplayer am Start, aber immerhin gibt es sechs neue Nummern abzufeiern. Hinzu kommt erfreulicherweise noch, daß die Jungs beim kultigen Label The Church Within untergekommen sind und ihre Veröffentlichung jetzt schon ein erstes Highlight des Jahres 2018 ist. CRUTHU spielen nicht ganz so typischen Doom, eher tendiert man in Richtung der genauso coolen Beelzefuzz, mit ganz viel Interesse zu wunderschönen Melodien. Dazu klingen die gesamten 37 Minuten auf „The Angle Of Eternity“ grandios entspannt und vollkommen stressfrei. Nach dem schon guten Opener ‚Bog Of Kildare‘ folgt dann mit ‚Lady In The Lake‘ der absolute Hammer – wie fantastisch easy und unaufgeregt kann ein Track bitte sein? Wer hier nicht zumindest leicht mit dem Kopf dem doch recht schleppenden Rhythmus folgt, braucht sich den Rest dieser famosen EP erst gar nicht mehr geben. Es folgen nämlich weitere Slow-Killer wie das fast schon herzliche ‚From The Sea‘ und der abschließende Titeltrack. Grandios, dass die Band jetzt auch in Europa verfügbar sein wird und wer auf nicht ganz so harten, aber mega-melodischen Doom steht, der dazu auch noch großartig entspannt klingt, ist bei CRUTHU bestens aufgehoben – lovely stuff!

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Review: Hard Action – Hot Wired Beat

Yeah Baby, it´s party time! Konnte ihr rotziges Erstwerk schon für einiges Aufsehen sorgen, steht nun der zweite Longplayer der Finnen in den Startlöchern. Natürlich wird auch auf „Hot Wired Beat“ wieder mächtig losgerockt, bloß mit dem kleinen aber feinen Unterschied, daß man nicht mehr ganz so ungestüm zu Werke geht. Das Gesamtwerk kommt wesentlich aufgeräumter daher, mehr Melodien, weniger Gerotze. Dies klingt sicherlich sehr erwachsen und wenn man so will, ist es das auch. Aber keine Angst, dies heisst nun nicht, dass HARD ACTION jetzt lammfromm geworden sind. Zieht euch dazu dann direkt mal den fetzigen Opener ‚Free Fall‘ rein und ihr werdet sehen das die Jungs schon noch nach Vorne können. Es folgen weitere Knaller wie das lockere ‚Nothing Ever Changed‘, ein halb-akustisches ‚The Losing Side‘ (Thin Lizzy lassen grüßen), coole Rocker wie ‚Running Start‘ und ‚Tied Down‘ (was für ein Ohrwurm) und das entspannte ‚May‘. Die Truppe gibt gegenüber dem Debüt etwas weniger Gas, was „Hot Wired Beat“ aber richtig gut tut und sicherlich großartig ankommen wird. Wer auf die ganzen skandinavischen Rock and Roll-Bands steht, Thin Lizzy´s Twin-Guitars liebt und ganz besonders Imperial State Electric zu seinen aktuellen Faves zählt, ist bei HARD ACTION bestens aufgehoben. Weniger ist oftmals mehr und wenn ihr erst mal das Solo in der Abschluß-Nummer ‚Tunnel-Vision‘ gehört habt, wird das Album sowieso sofort eingesackt.

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Review: Dommengang – Love Jail

‚Rock n Roll will never die‘ oder so ähnlich könnte die Überschrift von DOMMENFANG´s zweiten Album sein. Ist ihr erster, schon guter Longplayer 2015 nicht so richtig in Erscheinung getreten, ist die Band nun von New York nach Los Angeles umgezogen und hat unter der Obacht von Produzent Tim Green (u.a. Howlin’ Rain) ihr zweites Werk „Love Jail“ eingespielt. Wer auf umkommerziellen Rock steht, der manchmal auch in fast endlosen Jam-Sessions endet und wo es nicht in jeder Nummer auch einen Gesang gibt, ist bei DOMMENGANG genau richtig. Die klassische Trio-Besetzung macht das, wozu sie Lust hat, ob dies nun Massenkompatibel ist oder nicht. Hier wird nicht auf die Charts geschielt, es wird aus Leidenschaft gerockt. Diese Tatsache zeichnet ganz besonders Songs wie den nach vorne rockenden Opener ‚Pastel City‘, das leicht schräg-bluesige ‚Lovely Place‘ (very cool), ein lockeres ‚Sterling Miles‘ (herrlich entspannt), das zum Ende hin jammig-rockende ‚I´m Out Mine‘ und das famose ‚Going Down Fast‘ aus. Unterschlagen sollte man dazu natürlich nicht das erste, im Netz verbreitete Lebenszeichen des neuen Outputs ‚Color Out Of Space‘, welches zwar nicht mal drei Minuten lang ist, aber so schön unhektisch schwebend rüberkommt – fantastisch. Wie schon erwähnt, klingt kommerzig anders und somit bleibt zu hoffen, daß DOMMENGANG trotzdem den verdienten Erfolg einheimsen können, denn was auf Scheibe schon so cool rockig klingt, ist live bestimmt der Oberknaller – you can´t stop rock n roll!

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