Rock-Circuz

Review: Motorgun – Motorgun

Motorgun

Classic Rock/Hardrock aus Rio bekommt man auch nicht jeden Tag auf den Tisch und umso gespannter war ich, wie die Brasilianer MOTORGUN wohl klignen würden. Gleich der Opener  ‚Heading For Tomorrow‘, mit seinen fetten Riffs und den eingängigen Refrains gibt die richtige Antwort: bluesiger Hardrock der richtig viel Laune macht und einen mächtigen Sound mit sich bringt. Zehn Tracks in knapp 60 Minuten hat die Band eingespielt und es folgen so Knaller wie das stanpfende ‚Rebel Souls‘, das flotte und sehr griffig-treibende ‚Back To Ashes‘ , das düster-groovige ‚Hellhounds‘, ein fast schon doomiges ‚Beyond The Black‘ (sensationeller Ohrwurm der etwas an die neuen Candlemass erinnert) und das lässig bluesige ‚Call Me A Loser‘ (großartig entspannt). Zum Abschluss werden dann noch einmal die fett-treibenden Riffs ausgepackt, die ‚Gong Home‘ zum Hörvergnügen machen. Der gleichnamige Longplayer der Truppe aus Brasilien sollte jeden Hardrocker gefallen und vor allem das einfache, aber absolut coole Cover Artwork, spricht doch nun jeden halbwegs interessierten Rocker an oder etwa nicht? Nehmt MOTORGUN mit ins Auto, denn dort macht nochmal soviel Spass sich die 60 Minuten zu geben. Hach, es sind doch immer die überraschenden Veröffentlichungen die einem den Tag versüßen. Cooler Stoff…. 

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Review: Blues Funeral – The Search

BluesFuneral

Mit BLUES FUNERAL aus Houston flatterte eine Band herein, die entgegen ihrer eigenen Info 60´s and 70´s Rock zu spielen, wesentlich vielschichtiger ist. Auf ihrem Album „The Search“ herrscht sicherlich der Classic Rock vor, aber Prog, Heavy Metal, Doom und Blues zählen auch zu den Vorlieben der Truppe. Der Opener ‚Autumn Dream‘ wartet mit Twin-Gitarren like Thin Lizzy auf und hat einen recht proggigen Touch. Classic Rock-Gitarren mit leichtem Underground-Feeling Richtung Metal machen richtig Spass. Auch ‚Harbinger‘, Track zwei von insgesamt sechs, ist an Classic Heavy Metal angelehnt, mit seiner sehr an Yngwie Malmsteen erinnernden Gitarren-Note. Beim folgenden ‚Planet Void‘ herrscht wieder schöne Underground-Stimmung – alles kling lecker Oldschool-lastig mit Tendenz zum Prog. Mit dem fast 7minütigen ‚Paragon Of Virtue‘ drönt dann, unter wunderbarem Orgel-Einfluss, das Highlight des Albums aus den Boxen. Schön bluesig slow, leicht psychedelisch-doomig mit coolen Ohrwurm-Chorus ausgestattet ist „The Search“ nur dieses Songs wegen, den Kauf schon wert. Die coole Atmosphäre und Instrumentierung dieser Nummer ist großartig und für jeden 70´s-Freak ein absolutes MUSS! Auch der darauf folgende Titeltrack mit seinem leicht folkigen Start, hat wieder diese geniale Orgel an Board und die immer wiederkehrende prägnante Gitarren-Melodie, bleibt sofort im Ohr. Auch dieser 70´s-Track ist für alle Vintage-Fans ein gefundenes Fressen und zusammen mit dem Vorgänger-Track absolutes Pflichtprogramm – alleine schon die famosen Solis, gepaart mit einem blubbernden Bass und den dazu wunderbar passenden Hammond-Klängen, bedürfen keinerlei Worte mehr. Mit „The Search“ haben die Jungs aus Texas ein sehr gutes 70´s/Classic Rock-Debüt vorgelegt, welches dazu noch wunderbar undergroundig klingt und somit jeder Retro-Fan in sein Regal zu stellen hat – absolute Kaufempfehlung !!

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Shorties: No Man´s Valley – Time Travel

No Mans Valley

WOW, was für cooles Zeugs überrascht uns denn hier aus den Niederlanden. NO MAN´S VALLEY aus dem holländischem Horst lieben Psychedelic Rock und haben mit „Time Travel“ ihr neues Album am Start, welches bei dem wunderbaren  Label Nasoni erschienen ist und wie üblich, auch als limituertes Vinyl erhätlich ist. Bis auf das flotte ‚The Wolves Are Coming‘  und dem rockigen Titeltrack (beide Nummern mit cooler Orgel im leichten 60´s-Gewand), haben die acht Tracks in ihren 34 Minuten, sonst nur noch sehr entspanntes Material zu bieten. Vom Ohrwurm ‚Kill The Bees‘, über das sensationelle und wunderschöne ‚Sinking The Lifeboat (erinnert etwas an die genialen David Sylvian Solo-Sachen und ist alleine schon ein Kaufgrund für dieses Album), bis zum abschließenden ‚Goon‘ (Kopfhörer auf, Augen zu und einfach nur abheben – großartig), gerät man hier von einer Verzückung in die nächste. NO MAN´S Valley haben mit „Time Travel“ einen Anwärter auf der Album des Jahres veröffentlicht und die Latte sehr, sehr hoch gelegt – AWESOME STUFF !!! 

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Shorties: Mangrove – Days Of The Wicked

Mangrove

Ein weiteres Juwel auf Transubstans Records hört auf den Namen MANGROVE und hat nach sechs Jahren endlich das dritte Album im Kasten. Lange mußte man auf die nächste Portion Heavy-70´s-Blues warten, aber das Warten hat sich absolut gelohnt, denn schon gleich der überragende Opener ‚Gambler‘ mit seiner fetten Gitarre und dem leicht drückenden Sound ist der Hammer. Auch ‚Into The Light‘ ist ein Schwergewicht an heavy 70’s-Rock mit einer sowas von killenden Gitarre und scheppernden Drums. Entspannter wird es dann mit dem bluesigen, fast doomigen Titeltrack, gefolgt von dem sehr lauten ‚Mangronaut‘ (was für Gitarren-Orgien!). Nach heavy Psych-Nummer ‚Drift Away‘ bildet das akustische ‚In The Shade‘ den Abschluss auf „Days Of The Wicked“. Ein wunderbares Comeback der Band aus Stockholm, welches hoffentlich und verdientermaßen, mehr Aufmerksamkeit erregen wird, als die Alben der Jungs davor. 70’s-freaks have to check this great band out !!! 

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Shorties: Magnolia – Pä Djupt Vatten

Magnolia pa djupt

Die Schweden MAGNOLIA, auf dem wunderbaren Label Transubstans Records, veröffentlchen ein cooles 70er-Hardrock-Werk nach einander, aber irgendwie ist die Band über die Landesgrenzen Schwedens leider immer noch sehr unbekannt. Auch ihr neues Werk „Pä Djupt Vatten“ dürfte jeden Vintage-Hardrocker begeistern. Angefangen beim supercoolen Opener ‚Astronaut‘ (riffige Ohrwurm-Melodie), über das straight-flotte ‚Jag Ska Dra Iväg‘, dem Uptempo-Blueser ‚Molnen Skingras‘ bis zum knallenden Riff-Gewitter ‚Lilla Vännen‘ machen MAGNOLIA wie immer unheimlichen Spass. Wer auf wunderbaren 70’s-Hardrock steht, muss sich unbedingt alle Alben dieser Truppe in heimische Regal stellen – please support this great band !!!! 

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Shorties: Stratus – Stratonomy

Stratus stratonomy

Genau, die Schweden STRATUS sind keine Unbekannten mehr. Hatte ich sie schon zurecht mit dieser EP abgefeiert, findet dies in ihrem aktuellen Album seine Fortsetzung. STRATUS aus dem coolen Örebro, feiern mit „Stratonomy“ auch weiterhin die Siebziger ab. Großartige Nummern wie das entspannte und schön Orgel-lastige ‚Wicked Woman‘, dass leicht an Hendrix erinnernde ‚Losing Hold Of The Sometimes Feared‘, das doomige und fuzzige ‚Neveragain‘, ein sehr flottes ‚Trouble Or Deux‘ oder das abschließende, 11-minütige ‚Of Pines And Heather‘ (was für sensationelle Gitarren), lassen nur eine Frage zu: Warum hat diese coole Truppe eigentlich keinen Deal? Für mich absolut unverständlich. Gerade deshalb muss STRATUS ordentlich gepusht werden, denn so wunderbarer Stoff hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als manch überflüssige Veröffentlichung aus den leztzen Monaten. 

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Review: Beelzefuzz – The Righteous Bloom

Beelzefuzz II

Nun also doch wieder unter BEELZEFUZZ. Eigentlich war das neue Studioalbum von Gitarrist und Sänger Dana Ortt unter dem Bandnamen The Righteous Bloom eingespielt worden, wurde aber kurzer Hand wieder über den Haufen geworfen. Somit ist es also das zweite Werk von BEELZEFUZZ aus Maryland mit dem Titel „The Righteous Bloom“ geworden und wer das sensationelle Debüt kennt, wird jetzt sicherlich etwas nervös werden. Wieder vom coolen Label The Church Within (der Doom-Dealer) veröffentlicht, schaffen es die 11 Tracks auf 47 Minuten und die Band mit ex-Members von Pale Devine, Falcon und Revelation, werden mit diesem Werk hoffentlich etwas mehr Beachtung erfahren. Alleine schon der großartige Opener ‚Nazriff‘ mit diesen megafetten Gitarren, sehr grooving Rhythmus und einem so erhabenden Gesang von Dana, ist der Hammer. Musikalisch etwas Siebziger, doomig und metallisch, mit entspannten Vocals – famos. Wir überspringen zwei gute Songs und kommen zum leicht psychedelischem und schön langsamen ‚Rat Poison Parfait‘. Auch diese Nummer hat ihren ganz eigenen Dana-Sound, was man auch über das direkt darauf folgende ‚Eternal Waltz‘ (sowas von cool und absolut eigen) sagen muss. Aber genau dies völlig unmainstreamige ist das Geniale und Interessante an BEELZEFUZZ. Orgelklänge und Twin-Gitarren-Leads zeichnen den Titelfrack aus und die fast sieben Minuten kommen einem erst mal recht sperrig vor. Aber wie immer, erweisen sich gerade solche Nummern, nachher dann als Knaller. Um nicht alles zu verraten und noch genug Stoff zum selber Entdecken übrig zu lassen, ended das großartige Album mit dem Doomer ‚Peace Mind‘. Von Rhythmus her sicherlich Doom, ist auch dieser Song wesentlich mehr, mit seinem 70er-Flair und dem, wie so häufig, eigenwilligen, aber grandiosem Gesang. Wie schon erwähnt, kann man nur hoffen, das Dana Ortt und seine Kollegen mit dem zweiten BEELZEFUZZ-Werk etwas mehr an Anerkennung bekommen, welche ihnen nach dem Debüt schon direkt zugestanden hätte – Großartig!!!

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Shorties: The Silent Low – Under EP

Silent Low

Ein neues Lebenszeichen der coolen Truppe aus Dänemark. Konnten die Jungs von THE SILENT LOW mit ihrer 2014 erschienenen 3-Track EP schon richtig fett punkten, so legt die Truppe mit ihrer neuen EP „Under“ noch mal eine Schippe drauf. Bombastischer Sound und knallende Stoner/Rock-Nummern wie der groovig-drückende Opener ‚Snake Tongue‘ (Killer-Riffs), das flott nach vorne gehende ‚Bite The Bullets‘, das einem umblasende ‚Among The Damaged‘ (dreht die Anlage auf, hier wird gerockt das die Bude wackelt) und das abermals sehr groovige ‚Invisible Hands’ mit einem amtlichen Ohrwurm-Chorus. Nach zwei EP´s mit insgesamt 7 Songs, ist aber demnächst mal ein Longplayer fällig Jungs, denn bei solch geilem Stoff, muss mal ein Langeisen her. Wem Volbeat schon lange zu öde und eintönig geworden sind, sollte, um im Land Dänemark zu bleiben, doch bitte mal THE SILENT LOW anchecken, denn hier wird der Rock noch gearbeitet und einen so sensationellen Sound habe ich lange nicht mehr gehört. AWESOME !! Wo bleibt das Vinyl ??!!

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Review: Rival Sons – Hollow Bones

Rival Sons 2016

Die Kalifornischen Classic-Rocker RIVAL SONS sind seit gefühlt fünf Jahren ununterbrochen auf Tour und man fragte sich schon vor dem großartigen Album „Great Western Valkyrie“ vor zwei Jahren, wie die Herren es schaffen, neue Songs zu schreiben beziehungsweise, woher sie die Zeit dafür nehmen? Diese Frage drängt sich erneut auf, denn mit „Hollow Bones“ steht nun ein neues Album in den Startlöchern, welches dazu auch noch ihr wohl Stärkstes geworden ist. Dies klingt sicherlich erst mal etwas fragwürdig, aber nach diversen Durchlaufen des neuen Longplayers wird man feststellen müssen, die RIVAL SONS nie cooler und selbstsicherer gehört zu haben. Alles auf dem Album klingt so selbstverständlich und als ob die Jungs sich mal eben für einen halben Tag hingesetzt hätten, um mal schnell neun neue Nummern zu komponieren. Der Opener ‚Hollow Bones Pt. 1‘ überrascht einem direkt mal mit einer sehr fuzzigen Gitarre von Scott Holiday, wie wir sie nicht zum letzten Male auf diesem Werk gehört haben werden. Vom Sound her relativ heavy, klingt dieser Song zuerst einmal nicht wirklich eingängig und etwas sperrig, wächst aber mit jedem Anlauf stetig. Lässig, obercool und einfach nur easy kommt der Ohrwurm ‚Tied Up‘ daher. Die bluesige Nummer mit den zarten Vocals und dem eingängigen Chorus bleibt sofort hängen und entwickelt sich zum absoluten Hit. Dem soll das geniale ‚Thundering Voices‘ in überhaupt nichts nachstehen. Ein fast gehauchter Refrain, druckvolle, melodische Fuzz-Töne und ein atemberaubender Michael Miley an den Drums (diese ungeheure Präzision erinnert an Led Zeppelin oder Free) lassen das Rock N Roll-Herz schneller schlagen – überragend und süchtig machend. Bei aller Euphorie für diese Nummer hat die Truppe mit dem leicht straight-swingenden ‚Pretty Face‘, dem etwas souligen ‚Black Coffee‘ (wunderbare Background-Damen) und dem mächtig rockenden ‚Hollow Bones Pt.2‘ (psychedelic-Gitarre trifft auf scheppernde Drums) weitere Highlights am Start. Inmitten der rockigen Klänge hat sich dann noch das entspannt-bluesige ‚Fade Out‘ (was für ein überragendes End-Solo) gemischt und sorgt für eine kleine Verschnaufpause. Sicherlich klingt „Hollow Bones“ anfangs nicht immer gleich sehr zugänglich, aber sind nicht genau gerade diese oftmals die besten Veröffentlichungen?! Die RIVAL SONS werden ihren Ruf als ultimative Led Zeppelin-Nachfolger immer gerechter und gerade was Sänger Jay Buchanan, Drummer Michael Miley und Gitarrist Scott Holiday hier abliefern, ist ein absolutes Rock N Roll-Gewitter.

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Review: The Order Of Israfel – Red Robes

Order Of Israfel

Der Australier Tom Sutton kann sich aktuell keineswegs über Arbeitsmangel beklagen. Nach dem großartigen Debüt seiner Band THE ORDER OF ISRAFEL und deren anschließender Tour, widmete er sich seiner Zweitband Night Viper und deren erste Veröffentlichung. Bevor dann das Zweitwerk seiner Combo in Angriff genommen wurde, war noch etwas Zeit, um als Gastmusiker bei Horizont ein wenig die Klampfe zu schwingen. Mit „Red Robes“ steht nun der neue Longplayer seiner Hauptband in den Startlöchern. Die acht Tracks des Werkes bringen es auf knapp 60 Minuten und sind, wie der Vorgänger „Wisdom“, eine Lehrstunde in Sachen melodisch und sauber gespielter Doom, mit gelegentlichen Tempowechseln und klarem Gesang. Der perfekt darauf zugeschnittene, mächtige Sound lässt „Red Robben“ zum absoluten Doom-Geschoss mutieren. Oftmals hören sich Doom-Alben für viele einfach nur eintönig und langweilig an, was auch hier beim dem neuen Album der Schweden passieren kann. Solche Alben kann man aber auch nicht nur mal eben nebenbei so hören, da muss man sich Zeit für nehmen, sich etwas da hineinversetzen. Schon gleich der Opener ‚Staff In The Sand‘, mit seiner eindringlichen Melodie, den killenden Riffs und dem so fetten Sound, verführt einem dazu die heimische Anlage aufdrehen zu müssen – man kann einfach nicht anders. Nach dem ebenso wunderbaren Titeltrack, dürfen alle Thin Lizzy – und NWOBHM-Fans ‚In Thrall To The Sorceress etwas genauer unter die Lupe nehmen – fantastisch. Nach schönen, akustischen Klängen, donnert ‚Swords To The Sky‘ mächtig doomig und eingängig melodisch aus den Boxen – gefühlt eine Instrumental-Nummer mit gelegentlichen Vocals. Wir springen zu Track sieben und erfreuen uns, nach einem Filmmusik-Intro, an dem flott-treibenden Heavy Metal-Song ‚A Shadow In The Hills‘ – kurz, knackig, mitreissend. Den Abschluss bildet das knapp 16minütige ‚The Thirst‘, welches für alle Lava-Doomer und Cathedral-Fans zum niederknien sein dürfte. Wie auch schon „The Wisdom“, so ist auch „Red Robes“ eine Offenbarung in Sachen Melodic-Doom geworden und somit wird der Weg zum Doom-Olymp in diesem Jahr eindeutig über THE ORDER OF ISRAFEL gehen müssen.

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