Rock-Circuz

Review: The Black Angels – Death Song

Achja, schön das es immer noch die Bands gibt, auf die man sch absolut verlassen kann. Hierzu gehören definitiv die BLACK ANGELS. Die Austin-Psych-Rocker haben sich für ihr neuestes Werk „Death Song“ (Velvet Underground?) zwar mal eben vier Jahre Zeit gelassen, aber das Warten hat sich wiedererwartend absolut gelohnt. Schon gleich der coole Psycho-Opener ‚Currency‘, mit fettem Bass und den seicht-soften, leicht verträumten Vocals, macht Appetit auf mehr. Es folgt wunderbares Zeugs wie das straight-rockende ‚I´d Kill For Her‘ (Indie-Sound mit lovely Chorus – Hammer!), das wunderschöne, weil so zarte ‚Half Believing‘ (atmosphärisch entspannt), der nach Sixties klingende Psych-Knaller ‚Grab As Much (As You Can)‘ (wunderschöne Leichtigkeit), das spannende ‚I Dreamt‘ und ein fast siebenminütiger Abschluss, mit dem wieder einmal so famos schönem ‚Life Song‘. Nachdem damit der erste Durchlauf freudig beendet wurde, gibt es den nächsten, welchen man dann aber unter Zuhilfenahme eines Kopfhörers durchziehen sollte, damit man in die ganze Schönheit der eben erwähnten, ach so schönen Nummern, noch intensiver spüren kann. Wer auf die BLACK ANGELS steht, wird seine helle Freude an „Death Song“ haben und wer die Band überhaupt noch nicht auf dem Schirm hatte, aber auf Rock und Psych mit viel Wärme steht, kann sich ungehört alle Alben der Amis ins Regal stellen.

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Review: My Dynamite – Otherside

Yeah, it´s Rock N Roll Time !!! Da fängt das Jahr für alle Southern/Classic-Rocker ja sensationell an, denn MY DYNAMITE haben ihr schon gutes Debüt aus dem Jahre 2012 mal eben ganz locker übertroffen und mit „Otherside“ einen absoluten Knaller abgeliefert. Konnten die Australier auf ihrem Vorgänger schon diverse renommierten Bands auf die weiteren Ränge in den Jahres-Charts verweisen, so sollte dies mit ihrem aktuellen Werk auch absolut kein Problem sein. Die neun Songs bringen es auf eine Spielzeit von 46 Minuten und es gibt überhaupt keine Ausfall zu verzeichnen. Sei es nun der flotte Opener ‚Round The Bend‘ mit cooler Harmonika, die Boogie-Bombe ‚Witch Hat‘ (erinnert etwas an Status Quo), der entspannte Uptempo-Ohrwurm ‚Can´t Tell Lies‘ (erinnert an die Black Crowes) oder das knallende ‚Motortalkin‘’, da gibt es überhaupt nichts zu meckern. Zwischendrin wird mit dem wunderschönen ‚Love Revolution‘ und dem ebenso relaxten ‚So Familiar‘ etwas Tempo herausgenommen, was dem Album aber auch richtig gut tut. Kann man mit den Black Crowes, den Faces oder auch Blackberry Smoke, um nur einige der interessanten Bands aus diese Genre zu nennen, was anfangen, ist ‚Otherside‘ von MY DYNAMITE ein absolutes Pflichtalbum – awesome!!

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Review: Black Mirrors – Funky Queen EP

Eine neue Rock-Hoffnung für viele relevanten Magazine und Online-Portale kommt aus Belgien und hört auf den Namen BLACK MIRRORS. Ihre aktuelle 4-Track EP bringt es auf 15 Minuten und ist eine gute, wenn auch nicht überragende Mischung aus modernen Rock mit gelegentlichen Heavy-Parts. Soundtechnisch alles etwas verzerrt und sich leicht psychedelisch anhörend, beginnt das Ganze mit ‚Funky Queen‘ recht rockig und es fallen einem direkt mal Skunk Anansie ein, die ja auch mit einer Sängerin ausgestattet sind. Marcella macht ihren Job richtig gut und ist dabei auch schon sehr prägnant. Ob es, bei eh nur vier Nummern, nun auch noch eine Cover-Version sein muss, darf jeder für sich selbst entscheiden. Dazu wagt man sich damit auch noch an den MC5-Klassiker ‚Kick Out The Jam‘, der als Original sicherlich nicht zu überbieten sein dürfte. Die beiden letzten Songs ‚The Mess‘ (Supercooler Psycho-Blues Track) und die Heavy Psych-Nummer ‚Canard Vengeur Masque‘ lassen sicherlich erahnen, was für ein Potenzial in dem belgischem Quartett stecken kann – wir sind gespannt was der dann hoffentlich bald folgende Longplayer bringen wird.

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Review: Troubled Horse – Revolution On Repeat

Mein Gott, erst mal etwas Luft holen nach dem ersten Durchlauf dieses Hammer-Werkes. Sowas energiegeladenes hat man lange nicht mehr gehört. TROUBLED HORSE haben ihr zweites Werk am Start. Die Truppe aus dem kleinen aber feinen Örebro fetzt sich voller Engagement von Titel zu Titel und hat man einen Track völlig euphorisch abgefeiert, setzt die Band, mit der dann folgenden Nummer, immer noch mal einen drauf – unfassbar. Im Fahrwasser von WITCHCRAFT schwimmend, gibt es hier lupenreinen Vintage/Classic-Hardrock zu huldigen. In den 42 Minuten die ‚Revolution On Repeat‘ zu bieten hat, gibt es kein Durchschnaufen, man kommt nicht zu Ruhe – hier wird geschufftet bis der Arzt kommt. Alleine schon der melodische Beginn von ‚Which Way To The Mob‘, diese prägnante Melodie, welche sich wie ein Faden durch den gesamten Track zieht – unglaublich. Den Jungs geht alles so locker von den Hand. Hat man gerade eben den Mund schon kaum noch zu gekriegt, bekommt man ‚Peasants‘ um die Ohren gehauen – was für eine Gitarren-Orgie und diese Power, einfach phänomenal. Nach dem Titel ‚Track 7‘ hat man dann leichte Probleme mit der Nackenmuskulatur (hier muss man einfach Mitknicken) und mit ‚My Shit´s Fucked Up‘ wird es leicht folkig. Den Abschluss bildet der Laut/Leise-Song ‚Bleeding‘, wo atmosphärische Momente auf fett rockige Parts treffen – toll. Trotz des noch sehr jungen Jahres, dürfte das zweite Langeisen der Schweden ein Anwärter auf das Album des Jahres 2017 sein – was für ein verdammter Vintage-Killer!!!

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Review: Demon Head – Thunder On The Fields

Aktuell gibt es eine richtige Welle an großartigen Veröffentlichungen und ganz besonders die Retro-Liebhaber kommen schwer auf ihre Kosten. Sehr interessant dürfte in diesem Zusammenhang dann auch der Longplayer von DEMON HEAD sein. Nach ihrem guten Debüt „Ride The Wilderness“, legen die Dänen nach und zeigen mit „Thunder On The Fields“, dass guter Retro-Hardrock nicht immer aus Schweden kommen muss. Klangen die dänischen Hauptstädter auf ihrem Vorgänger noch etwas in Richtung Doom, ist man da zwar nicht ganz von ab, setzt jetzt aber mehr auf Hardrock in seiner traditionellsten Form. Soundtechnisch wieder nach Underground klingend, kommen die Vocals und manche musikalische Parts schon etwas gewöhnungsbedürftig bzw schräg aus dem Boxen, aber die immer wieder auftauchenden, sensationellen Leads, gleichen dies dann wieder aus. Dies alles erinnert etwas an das kommende Album der Schweden Saturn, wo man sich auch nicht direkt abschrecken lassen darf, sondern dem Album ein paar mehr Durchläufe gönnen sollte. Tracks wie der Opener ‚Menneskeaederen‘, das flotte ‚We Are Burning‘ oder der Titeltrack, haben tolle Leads und grandiose Soli. Die beiden letzten Nummern ‚Gallows Omen‘ und ‚Untune The Sky‘ sind dann, mit ihrer Lässigkeit, die Highlights auf dem Album – eingängige Melodien, gedrosselte Geschwindigkeit und eine leicht schwebende Atmosphäre machen unheimlich viel Laune. Wie schon erwähnt, braucht „Thunder On The Fields“ ein paar Anläufe mehr, ist dann aber ein richtig cooler Longplayer.

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Review: Lecherous Gaze – One Fifteen

Es ist schon abgefahren, was uns LECHEROUS GAZE hier mal wieder auftischen. Die Truppe hat ihren ganz eigenen Stil, der sich irgendwo zwischen Punk und Rock N Roll einpendelt. Es ist nicht wirklich leicht die Jungs aus Oakland beziehungsweise ihre Musk zu beschreiben. Die Gitarren klingen oftmals nach den Ramones, aber auch gerne mal nach diversen Metal-Bands. Der Sound und das ganze Gesamtbild, kommt eher undergroundig rüber, was die Einstellung der Herren auch bestens widerspiegelt. Manchmal denkt man, das alles doch schon einen kleinen stümpferhaften Touch hat, aber dann zaubern die Jungs sensationelle Melodien aus dem Hut und plötzlich ist die Nummer der Oberknaller. Ein fettes Markenzeichen, ob nun gut oder schlecht sollte jeder für sich entscheiden, sind die Vocals von Zarin Zaidi. Manchmal etwas an Kvelertak erinnernd, klingt der Gesang schon rauh, leicht nach diversen durchzechten Nächten. Groß eingehen auf bestimmte Songs lassen wir mal, aber hört euch einfach den Opener und gleichzeitigen Titeltrack an und ihr werdet merken, was gemeint ist. Aber nicht direkt gleich wieder ausmachen, denn der Songs steigert sich enorm und so verläuft dann auch das ganze Werk der Amis. Superinteressant, weil mal was richtig Eigenständiges und dies muss eigentlich belohnt werden. Also, alle Aufmerksamkeit auf LECHEROUS GAZE, von denen man mit Bestimmtheit noch sehr viel mehr hören wird.

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Review: Void Cruiser – Wayfarer

Eine mächtige Soundwand füllt langsam den Raum. Spaciger Sound trifft auf düstere, atmosphärische Klänge. So, lässt sich der instrumentale Opener des neuen Albums von VOID CRUISER kurz beschreiben. Die Finnen haben mit „Wayfarer“ ihr zweites Album im Kasten, welches ein einfaches, aber sehr interessantes Cover-Artwork zu bieten hat, wo sich eigentlich jedes Genre hinter verbergen könnte. Soundtechnisch besticht der gesamte Longplayer durch seine fette Dichte. Die Songs selbst erinnern eher an schweren Doom, als an Grunge, so wie es in der Info zu diesem Werk steht. Alles ist sehr slow gehalten, dezente Vocals, die sich wunderbar einfügen und eine schon recht psychedelische Atmosphäre. Bestes Beispiel hierfür ist das wunderbar getragene ‚I Didn’t Lie But i Know Now That I Should Have‘, mit seiner düster-schweren Psycho-Wand und dem fast schon lieblichen Gesang. Die kompletten 46 Minuten fahren genau im Fahrwasser dieses Tracks, was zuerst einmal sehr langweilig klingt, aber doch hochinteressant ist, denn man muss sich der Musik hingeben – Kopfhörer auf und eintauchen in die Welt der Finnen VOID CRUISER, es lohnt sich definitiv.

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Review: Heavy Tiger – Glitter


Schweden und kein Ende. Jetzt kommen auch immer mehr Girl-Bands aus diesem wunderbaren Land an die Oberfläche, wobei HEAVY TIGER aus Stockholm nun schon ihren zweiten Longplayer am Start haben und dieser hat es wirklich in sich – solange man sich dem einfachen Hardrock hingezogen fühlt. Die Damen haben sehr viel Thin Lizzy gehört und Imperial State Electric sind ihnen auch nicht unbekannt. Wer diese beiden Bands zumindest mag, der wird an den Ladies absolut nicht vorbeikommen. Sicherlich herrscht auch hier etwas Eintönigkeit vor, aber nimmt man sich die Songs im Einzelnen vor, haben die Schwedinnen hier großartige Arbeit abgeliefert. Das zweite Album ‚Glitter‘ startet mit dem Oberhammer ‚I Go For The Cheap Ones‘ (sensationell treibende Gitarre, mit ganz viel Melodie und einem famosen Chorus) gefolgt von dem ebenso griffigen ‚Feline Feeling‘. Auch ‚Shake Me’, die Mitsing-Nummer ‚No Tears In Tokyo‘ und das fetzige ‚Downer And A Sunny Day’ machen mal richtig Spass, haben viel Drive und gehen ordentlich nach vorne. Der Rest der 11 Titel ist dann sicherlich nicht schlecht, hat man aber alles dann doch schon mal gehört. Somit klingt ‚Glitter‘ dann, wie schon erwähnt, etwas zu vorhersehbar. Die erwähnten Tracks müssen aber Kaufanreiz genug sein, sich als Hardrocker das Album der Damen ins Regal zu stellen.

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Review: Sainted Sinners – Sainted Sinners

Bei SAINTED SINNERS handelt es sich um die neue Band von Rock-Röhre David Reece, der sich unter anderem Ferdy Doernberg an der Orgel ins Boot geholt hat, um die guten alten 70er zu huldigen und dazu auch etwas die 80er im Auge hat. Gleich der flott-treibende Opener ‚Knight Of The Long Knives‘ überrascht dann auch gleich mal positiv – großer Refrain, coole Orgel und gutes Feeling verbreiten hier eine Menge Spaß. Mit ‚Beauty In The Beast‘ steigert sich das Tempo noch etwas und wiederum macht die Orgel ein ganz großartigen Job. Es folgen richtig gute Nummern wie der Ohrwurm ‚Maybe She´s Got Balls‘, der Stampfer ‚We´re All Sainted Sinners‘ (erinnert etwas an Whitesnake), das an Led Zeppelin´s ‚Kashmir‘ erinnernde ‚This Love That I Have Found‘, den Umtempo-Knaller ‚Evangeline‘ (erinnert am Anfang an Eddie Van Halen – Mega-Chorus) und der leicht bluesige Rausschmeißer ‚Truth Is A Lie‘. Classic-Rocker, die vor Orgelklänge nicht zurückschrecken, kommen an SAINTED SINNERS definitiv nicht vorbei – dies wird eine der Überraschungen des Jahres werden.

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Review: Saturn – Beyond Spectra

Als wäre es schon nicht überragend genug, so veröffentlicht das Label Rise Above am 31.03. nicht nur das sensationelle zweite Werk von Troubled Horse, sondern auch das zweite SATURN-Album wird dann erscheinen – Vintage-Rock wohin man schaut. Das auch diese Band aus Schweden kommt, überrascht nun nicht wirklich. Anders als ihre Labelkollegen, klingen die Herren aber nicht ganz so straight. Der neue Longplayer „Beyond Spectra“ startet recht flott, in schöner alten Iron Maiden-Manier. Die beiden ersten Nummern ‚Orbital Command‘ und ‚Wolfsson‘ sind astreine NWOBHM-Knaller mit sensationellen Melodien aus den Achtzigern. Die Songs klingen schön roh und nicht überproduziert – klasse. Danach wird es allerdings, sagen wir mal, nicht mehr so gut. Es zündet nichts mehr so richtig. Die Titel klingen vertrackt, etwas progressiv und teilweise sogar etwas schräg. Zum Ende hin finden die Herren dann mit Old-Schoolern wie ‚Silfvertape‘ (Twin-Guitar rules) und dem abschließenden ‚Sensor Data‘ (Angriffs-Rhythmus) wieder in die Spur. Vielleicht muss man auch einfach, den zuerst nicht so überzeugenden Songs etwas mehr Durchläufe gönnen. Auf alle Fälle werden hier alle Vintage-Hardrocker und NWOBHM-Freaks ihre wahre Freude haben. Kultig ist natürlich der coole Underground Sound. Hier wurde nicht groß herumgewerkelt und aufpoliert, man will es roh und das macht dieses Werk so sympathisch.

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